Unsere Räume in der Johannisstraße (Saarbrücken)

Liebe Gäste,

auch in diesen Zeiten sind wir in unserer Geschäftsstelle weiter für Sie da! Zur Zeit können wir leider keine persönlichen Beratungsgespräche durchführen und unsere Bibliothek muss geschlossen bleiben. Sie können uns aber gerne telefonisch kontaktieren oder schon Bücher reservieren.

Auch unser Kulturprogramm und die interkulturellen Workshops in den Kindergärten werden von uns wie gewohnt vorbereitet und sollen - wenn auch verspätet - in diesem Jahr noch stattfinden. Weitere Informationen hierzu folgen in Kürze.

Sie erreichen uns entweder telefonisch unter der Durchwahl 0681- 390 49 21 oder per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

 

 

 

Gedanke zur Woche

 

 

Feste und Gedenktage im Mai

 Termin  Fest

Donnerstag, 23. April -

Sonntag, 24. Mai

Ramadan: Als Fastenmonat ist Ramadan ganz der vierten Säulen des Islam (neben dem Glaubensbekenntnis, den täglichen fünf Gebeten, dem Almosengeben und der Pilgerfahrt nach Mekka) gewidmet. Im Ramadan darf erst nach Sonnenuntergang gegessen und getrunken werden, dann gibt es ein gemeinsames Festmahl in der Familie oder mit der Nachbarschaft. Durch das Fasten sollen Muslime ihren Glauben festigen und die Zugehörigkeit zur Glaubensgemeinschaft neu erfahren. Im Ramadan erhielt der Prophet in der Nacht der Bestimmung (arabisch Lailat al-Qadr, türkisch Kadir Gecesi) nach der Überlieferung auch den Koran. Gebete sollen in dieser Zeit eher in Erfüllung gehen.

Freitag,

1. Mai

Maifeiertag: In vielen Dörfern und Städten Deutschlands wird an diesem Tag ein Maibaum aufgestellt und mit bunten Bändern geschmückt. In manchen Orten ist es Brauch, den Baum einer anderen Gemeinde zu stehlen. Viele gehen an diesem Tag auch gemeinsam wandern.

Tag der Arbeit: Bereits im 19. Jahrhundert war der 1. Mai gesellschaftspolitisch ein wichtiger Tag, an dem seither traditionell Arbeitnehmerrrechte eingefordert werden.

Mittwoch,

6. Mai 

Hidirellez: An Hidirellez gedenken Aleviten Hizir, des Schutzpatrons des Landes, und Ilyas, des Schutzpatrons der Meere, die vom Wasser der Unsterblichkeit getrunken haben sollen. In jedem Jahr treffen sie sich in dieser Zeit genau wie zwei Sterne am Nachthimmel. Wer sich dann etwas wünscht, dessen Wunsch geht in Erfüllung. Familien verbringen den Tag in der Natur oder veranstalten ein Picknick.

Herdelezi: Herdelezi ist in der orthodoxen Kirche das Fest des Heiligen Georg, des Schutzheiligen der Ostkirche. Er wird oft als Ritter mit Lanze dargestellt, der einen Drachen tötet. Laut einer Legende rettete er eine Königstochter vor einem Drachen und rief anschließend das Volk zur Taufe auf.

Donnerstag,

7. Mai

Vesakh: An Vesakh feiern Buddhisten die Geburt des Buddhas Shakyamuni, seine Erleuchtung und seinen Austritt aus dem Kreislauf der Wiedergeburt. Die Häuser werden mit Blumen geschmückt, man betet gemeinsam im Tempel und spendet für die Mönche. Viele glauben, dass gute oder schlechte Handlungen an diesem Tag größeres Gewicht haben. Man fastet und meditiert, Tiere in Gefangenschaft werden freigelassen, es gibt Lichterprozessionen, Straßenumzüge und vor Buddha-Statuen werden Räucherstäbchen entzündet. Aus Trauer über den Tod des Buddha legen sich manche Gläubige an Vesakh auf harte Matratzen, tragen einfache Kleidung und keinen Schmuck.

Sonntag,

10. Mai

Muttertag: In zahlreichen Kulturen galt schon vor Jahrtausenden den Müttern eine besondere Verehrung. Der offizielle Muttertag geht auf die amerikanische Frauenrechtlerin Anna Jarvis zurück, die einen allgemeinen Tag für die Ehrung aller Mütter forderte, nachdem ihre Mutter 1905 verstorben war. Im Jahr 1914 wurde schließlich der zweite Sonntag im Mai in Amerika offiziell zum Muttertag erklärt. In Deutschland übernahm man den Feiertag fast zehn Jahre später.

Donnerstag,

21. Mai

Christi Himmelfahrt: Während Ostern das Fest der Auferstehung Christi von den Toten ist, wird an Christi Himmelfahrt gefeiert, dass er vor den Augen seiner Jünger zu Gott in den Himmel aufgefahren ist. Mancherorts finden an Christi Himmelfahrt auch Prozessionen statt, die ein Ursprung heutiger bierseliger Wanderungen von Männern am Vatertag sein könnten. Eine andere Erklärung könnte ein alter germanischer Brauch sein, seinen Grundbesitz zur Wahrung seines Rechtsanspruchs einmal im Jahr zu umschreiten. Wie dem auch sei, in jedem Fall scheint sich der Vatertag mittlerweile als „Gegentag“ zum Muttertag in Deutschland eingebürgert zu haben.

Samstag - Sonntag,

23 - 24. Mai

Zuckerfest (Fastenbrechen): Der Fastenmonat Ramadan endet mit dem dreitägigen Zuckerfest. Vor dem Fest wird das Haus geputzt, es wird gekocht und gebacken. Wie der Name bereits ahnen lässt, gibt es an diesem Tag besonders viele Süßigkeiten. Am ersten Tag geht man nach dem Spenden von Almosen an die Armen gemeinsam zum Gebet - gewaschen und in festlicher Kleidung. Nach der Rede des Imam gratuliert man sich gegenseitig für das gemeinsame Durchhalten des Fastenmonats und isst anschließend gemeinsam traditionell Reis, Hühnerfeisch, Gebäck und Süßigkeiten. Am nächsten Tag werden Familie und Verwandte besucht, Kinder bekommen Geschenke und neue Kleidung.

Freitag,

29. Mai

Schawuoth: An Schawuoth erinnern sich Juden nach dem Talmud an die Verkündung der Zehn Gebote und den Empfang der Tora durch Mose auf dem Berg Sinai. Gott hat dem jüdischen Volk versprochen, dass im neuen Land Milch und Honig fließen werden, deshalb werden an diesem Tag oft Milchspeisen wie Quarkkuchen und Käsegerichte gegessen. Häuser und Synagogen werden mit Blumen geschmückt und man dankt Gott für die Ernte und die ersten Früchte des Jahres. Im Gottesdienst wird aus dem Zweiten Buch Mose gelesen, das von der Reise der Israeliten von Ägypten ins versprochene Land Kanaan und dem Bund des Volkes Israel mit Gott berichtet.

Sonntag, 

31. Mai

Pfingstsonntag: Das Wort Pfingsten stammt vom griechischen Wort pentekoste ab („fünfzigster“), denn 50 Tage nach Ostern wird an Pfingsten die Ankunft des Heiligen Geistes gefeiert. An diesem Tag hatten sich die Jünger zu Schawuoth versammelt, als ein Brausen vom Himmel kam. Auf einmal sahen sie Flammen über ihren Köpfen und waren vom Heiligen Geist erfüllt. Sie konnten plötzlich in vielen verschiedenen Sprachen sprechen und allen Menschen verschiedener Herkunft von Jesus erzählen. Dies gilt als Ursprung der christlichen Gemeinde. Viele Familien machen an Pfingsten Ausfüge in die Natur, mancherorts gibt es Pfingstfeuer, Prozessionen und Pfingstritte.

 

 

Insieme - Alle zusammen

Die Initiative INSIEME gibt ab Dienstag, 7. April, zweimal pro Woche Lebensmittel an Menschen in Not in Malstatt aus. Ausgabestelle ist der große Saal der Italienischen Mission in der Lebacher Straße 119, gegenüber der Saarbahn-Haltestelle St. Paulus-Pariser Platz. Verteilt werden Tüten mit haltbaren Grundnahrungsmitteln sowie Obst, Brot und Hygieneartikel. Die Initiative ergänzt ein ähnliches Angebot in St. Johann und die „Gabenzäune“ an mehreren Stellen in der Stadt. Sie  dient insbesondere der Überbrückung, bis die Saarbrücker Tafel in Burbach ihren Betrieb wieder aufnimmt. Auch dann soll sie die Tafel während der Corona-Krise entlasten. Geplant ist die Ausgabe der Lebensmittel vorläufig für April und bei Bedarf auch darüber hinaus. In der Osterwoche findet die Aktion am Dienstag (7.4.) und Donnerstag (9.4.) von 13 bis 15 Uhr statt. Danach erfolgt die Ausgabe immer dienstags und freitags von 13 bis 15 Uhr. 

INSIEME ist italienisch und bedeutet „zusammen“. Damit soll zum einen der italienischen Gemeinde in Saarbrücken gedankt werden, die ihren Saal für die Initiative bereitgestellt hat. Der Name soll außerdem die Verbundenheit mit den besonders stark von der Corona-Krise betroffenen Ländern wie Italien und die Solidarität aller Menschen in dieser Zeit symbolisieren. Geldspenden für INSIEME sind willkommen. Sie können auf das Spendenkonto der Katholischen Kirchengemeinde St. Jakob, IBAN DE07 5905 0101 0000 6820 96, Stichwort INSIEME, überwiesen werden. 

 

 

Unser aufrichtiges Beileid

In tiefer Trauer gedenken wir des ehemaligen Präsidenten von Ramesch e.V.,

Karl Lambert.

Die Beisetzung findet auf dem Waldfriedhof in St. Ingbert statt.

 

 

Ramesch e.V. bedankt sich bei allen Partnern und Teilnehmern unserer Mahnwache mit dem Motto „Haltung zeigen für mehr Menschlichkeit“

Etwa 150 Menschen fanden sich am Freitag, dem 28.02.2020 vor der Europa-Galerie Saarbrücken ein. Es war schön zu sehen, dass im Saarland auch mit kürzester Vorlaufzeit ein breites Bündnis aufgestellt werden kann, welches aktiv ein Zeichen setzt für mehr Haltung. 

 

Den menschenfeindlichen Bestrebungen, den rassistischen und demokratiefeindlichen Taten wurden eine klare Absage erteilt. Allen war klar, dass Taten wie die Morde von Hanau Zäsuren setzen, an denen gemessen wird, wie unsere Gesellschaft mit inhumanen und antidemokratischen Positionen umgeht. Die Zivilgesellschaft darf eine Aushöhlung der Demokratie und die Spaltungen in Teilgruppen nicht hinnehmen. Ausgrenzung und Angriffe auf Teile der Gesellschaft sind auch immer Angriffe auf alle Anderen.

Unser großer Dank gilt den Organisationen und Personen, welche spontan ihren Beitrag geleistet haben:

  • Aktionsbündnis „Bunt statt Braun“
  • Alevitische Gemeinde Saarland e.V.
  • Bariş - Leben und lernen e.V.
  • Bürgermeisterin von Saarbrücken Barbara Meyer-Gluche
  • Die jungen Denker e.V.
  • DITIB Landesverband Saar e.V.
  • Evangelische Gemeinde Malstatt
  • Haus Afrika e.V.
  • Initiative „OMAS GEGEN RECHTS Saarland“
  • Integrationsbeirat der Stadt Saarbrücken
  • Integrationsbeirat der Stadt Saarlouis
  • Integrationsbeirat der Stadt Völklingen
  • Interreligiöser Dialog der Stadt Saarbrücken
  • Interreligiöser Dialog der Stadt Völklingen
  • Mitglied des Landtages Marc Speicher (CDU)
  • Regionalverbandspräsident Peter Gillo
  • Saarländischer Integrationsrat
  • Stabstelle Integration des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie
  • Stadtratsfraktionsmitglied Christine Jung (SPD)

 

Interkultureller Kalender erschienen 

  

Im letzten Jahr haben wir erstmalig und mit möglichst einfachen Mitteln die Idee für einen interkulturellen Kalender im Taschenformat realisiert. Mit kleinen Sinnsprüchen zur Einstimmung in jede neue Woche und kurzen Beschreibungen der Festtage und heiligen Zeiten der großen Religionsgemeinschaften sowie bekannter kultureller Feste und politischer Gedenktage möchten wir allen Interessierten einen tragbaren und nützlichen Begleiter für das Jahr an die Hand geben.

Wir wünschen viel Vergnügen mit diesem kleinen Kalender und freuen uns über Rückmeldungen, Hinweise und Anregungen, wie wir eine neue Auflage mit weiteren interessanten Informationen versehen können. 

Der Kalender ist sowohl im gedruckten Format als auch online zum Herunterladen verfügbar. Die Online-Version finden Sie hier. 

 

 

 

     

Bitte kontaktieren Sie uns unter der Email-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder unter der Telefonnummer 0681-390 49 21, falls Sie eine der noch verfügbaren Kopien ergattern möchten!

  

 

Neue Titel in unserer Fachbibliothek

In unserer Bibliothek sind neu hinzugekommen: 

 

Ich bin von hier. Hört auf zu fragen!

Deutsche heißen Günter und Gaby, aber eben auch Fatma und Fatih. Die Art, wie wir über Migration, Geflüchtete und Integration reden, zeigt: Wir haben ein Wahrnehmungsproblem. Wir tun so, als könnten wir ernsthaft entscheiden, ob wir Migranten im Land haben wollen oder nicht, und wenn ja, wie viele wir davon vertragen. Das ist Blödsinn. Sie sind längst da – und ein Teil des »wir«. Die Vorstellung von einer »weißen« Aufnahmegesellschaft, in die Migranten reinkommen, ist eine Art deutsche Lebenslüge, sagt Ferda Ataman. Wie viele andere Deutsche, die mit einem ausländischen Namen aufgewachsen sind, reißt ihr langsam der Geduldsfaden. Sie hat es satt, dauernd erklären zu müssen, wo sie eigentlich herkommt, wie sie zu Erdogan steht oder was sie vom Kopftuch hält. Nur wegen ihres Namens oder des Geburtslandes ihrer Eltern. In ihrer pointierten Streitschrift stellt Ataman fest: »Wir haben ein Demokratieproblem, kein Migrationsproblem. ABER: Wir sind weltoffener, als wir denken. Also Schluss mit Apokalypse.«

(Weiterlesen: https://amzn.to/2FPN9vL)

White American Youth: My descent into America's most violent hate movement - and how I got out

As featured on Fresh Air and the TED stage, a stunning look inside the world of violent hate groups by a onetime white supremacist leader who, shaken by a personal tragedy, abandoned his destructive life to become an anti-hate activist.
Raw, inspiring, and heartbreakingly candid, White American Youth explores why so many young people lose themselves in a culture of hatred and violence and how the criminal networks they forge terrorize and divide our nation. The story begins when Picciolini found himself stumbling through high school, struggling to find a community among other fans of punk rock music. There, he was recruited by a notorious white power skinhead leader and encouraged to fight with the movement to "protect the white race from extinction."

(Weiterlesen: https://amzn.to/2NqCH21

 The view from Flyover Country

A clear-eyed account of the realities of life in America's overlooked heartland, The View from Flyover Country is a piercing critique of the labor exploitation, race relations, gentrification, media bias, and other aspects of the post-employment economy that gave rise to a president who rules like an autocrat. The View from Flyover Country is necessary reading for anyone who believes that the only way for America to fix its problems is to first discuss them with honesty and compassion. 

(Weiterlesen: https://amzn.to/2QS3Uwt)

From Contempt to Curiosity: Creating the Conditions for Groups to Collaborate Using Clean Language and Systemic Modelling 

When Caitlin Walker met David Grove and discovered that Clean Language was a process for enquiring into other people’s unconscious rules and experiences, she decided to leave her studies and to focus on how to use Clean Language with groups. She found that using Clean Language promoted self-awareness and an acceptance of others. She used it to help diverse individuals develop the skills needed to create shared goals and work more effectively together to achieve them.

This book is the story of how she brought this approach to difficult teenagers, the long term unemployed, business managers, lecturers and then to whole organisations. It tells how she moved from facilitating groups to supporting groups to become self-facilitating and creating the conditions required for systemic, sustainable change. (https://cleanlearning.co.uk/products/detail/from-contempt-to-curiosity)

Dissoziale Kinder und Jugendliche: Zur Aktualität August Aichhorns

August Aichhorn schuf mit seinem Werk Verwahrloste Jugend ein Standardwerk, das bis heute Gültigkeit hat. Thomas Aichhorn veröffentlicht und kommentiert aus heutiger Sicht nun die nach dem Erscheinen des Buches in klinischen und pädagogischen Seminaren entstandenen weiterführenden Texte von August Aichhorn, da das Problemfeld heute die Dissozialität ist, deren Verständnis das Verdienst von August Aichhorn ist. Die Gesellschaft, die sich durch das Verhalten der Verwahrlosten gestört fühlt, ist bestrebt, wie Aichhorn meinte, sich ihrer mit strafender Gewalt oder, »moderner«, mit intensiver seelischer Beeinflussung zu bemächtigen. Ausgangspunkt, Zweck und Ziel solcher Bemühungen sei es, den Jugendlichen zu zwingen, seine Persönlichkeit aufzugeben und sich zu unterwerfen. Im besten Falle sollte er das scheinbar »freiwillig« tun, aber in Wahrheit werde ihm gedroht, dass ihm seine Persönlichkeit sonst gewaltsam gebrochen werde. (Weiterlesen: https://amzn.to/2Trw3wm

Agression, Gewalt und Radikalisierung: Psychodynamisches Verständnis und therapeutisches Arbeiten mit Kindern und Jugendlichen

Verfolgt man aktuelle Berichtserstattungen und gesellschaftliche Diskurse, drängt sich das Thema Aggression, Gewalt und Radika­lisierung von Kindern und Jugendlichen geradezu auf. Neben Gewalttaten im öffentlichen Raum sind pädagogische Institutionen im ­Umgang mit »schwierigen« Kindern und Jugendlichen gefordert. Anhand der Entwicklungsschicksale von Kindern und Jugendlichen wird deutlich, wie komplex, vielschichtig und einzigartig die Pfade sein können, die schließlich zu Radikalisierung, Terror und Gewalt führen. Aggressives, gewalttätiges und radikalisiertes Verhalten von Kindern und Jugendlichen ist in diesem Verständnis nie nur passiv, nie nur Defekt, sondern immer Ergebnis eines aktiven Bewältigungsprozesses von Umwelterfahrungen. (Weiterlesen: https://amzn.to/2tjLMmm)

Störer und Gestörte 1: Konfliktgeschichten nicht beschulbarer Jugendlicher

Es gibt Jugendliche, die ihre Erzieher, Lehrer und Sozialarbeiter in schier endlose und eskalierende Konflikte verstricken. Konflikte, aus denen es schließlich nur noch einen Ausweg zu geben scheint: den Abbruch der Arbeit und der Beziehung. Wie aber schaffen es diese »besonders schwierigen«, »nicht schulfähigen« oder »nicht beschulbaren« Jugendlichen, dass kompetente, erfahrene und nicht selten engagierte Lehrer und professionelle Helfer sich hilflos in Konflikte mit ihnen verstricken lassen, dabei häufig ihre Professionalität einbüßen? Wolff und von Freyberg zeigen in exemplarischen Einzelfallanalysen die Konfliktdynamik zwischen Jugendlichen, Lehrern und Schule auf und bereiten damit Lösungswege vor. (Weiterlesen: https://amzn.to/30ta35x)

Störer und Gestörte 2: Konfliktgeschichten als Lernprozesse

Der 2. Band von Störer und Gestörte enthält themenbezogene Betrachtungen sowie die Darstellung von Bedingungen und Möglichkeiten, die Spiralen eskalierender Konfliktgeschichten zu unterbrechen, aus dem Scheitern und von den "Störern" zu lernen, Verstrickungen produktiv einzusetzen und interdisziplinäre Kooperation zu nutzen.

Die Arbeit mit schwierigen Kindern und Jugendlichen könnte um einiges leichter und kreativer sein, wenn das heimliche erste Gebot von Schule seine Macht verlieren würde: Du darfst nicht versagen! Du darfst keine Fehler machen! Wenn dieser grundsätzliche Wandel sich auch in der beruflichen Haltung durchsetzen und nicht immer sanktioniert, vertuscht und vermieden würde. (Weiterlesen: https://amzn.to/2u0VH02)

 

 

Ghettolektuell - Comedy im Schlosskeller

Foto: Cengiz Karahan

Am Freitag, den 22. November geht es im Schlosskeller in Saarbrücken weiter in unserer Kulturwoche mit Idil Nuna Baydar alias Jilet Ayşe, dem nicht mehr ganz 18-jährigen Kreuzberger "Integrationsalbtraum" mit der rasiermesserscharfen Zunge und ihrem aktuellen Soloprogramm Ghettolektuell, das bereits den zweiten Platz beim KulturNewsAward gewonnen hat und auch als Hörbuch erschienen ist.

In Baydars Programm wird das Land zum Gespräch gebeten. Ein Land, in dem sie lebt und das ihr zunehmend Sorgen bereitet. Sie hat als hier geborene und vom Umfeld geprägte Berlinerin einiges an Migrations-Hintergründigkeit zu bieten und tut das in ihrer Figur Jilet Ayşe auf sehr eindrucksvolle und gewollt nachhaltige Weise. Jilet Ayşe ist schwer und gewichtig, rein und rassig und glaubt das auch noch, wenn sie in den Spiegel schaut. Der ansonsten übrigens hauptsächlich dem Zuschauer vorgehalten wird. Sie ist überzeugt davon, das richtige Instrument zur Persönlichkeitsbildung und zur individuellen Freiheit gefunden zu haben – Sturheit!

Getreu dem Motto: „Wenn du sie nicht überzeugen kannst, verwirr' sie!“ hinterlässt sie leidenschaftlich vorgetragene Argumentationsketten, die nur am Anfang logisch und gerecht erscheinen. Das tun sie aber immer für Jilet Ayşe! Und wir sollten es glauben. Immerhin schwört sie uns in guter, alter Kanak-Sprachen-Tradition, dass alles, was uns unglaubwürdig vorkommt, die Wahrheit ist. Und so erleben wir altbekannte Stereotypen, nagelneue Schimpfwörter, ungelogene Wahrheiten und garantierte Tatsachen am laufenden Band und mit besonders breiter Brust vorgetragen. Doch Vorsicht: Während vor unseren Augen ein Pulverfass mit vermeintlichem Geschwätz explodiert ist, wurde uns hinten aus der Hosentasche unsere Ansammlung an Vorurteilen geklaut und bleibt hoffentlich für immer verschwunden.     

Das Comedyprogramm Ghettolektuell ist Teil der Veranstaltungsreihe "Deshalb Europa! Visionen wagen"  von Ramesch und wird von der Stadt Saarbrücken, dem Regionalverband Saarbrücken, der Arbeit und Kultur Saarland GmbH, dem Sparkassenverband Saar und der Saarland-Sporttoto GmbH gefördert.

Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr, Karten sind im Vorverkauf erhältlich für 12€ bei Ramesch, Bestellungen per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 0681-390 4921. Abendkasse 15€.

 

 

Abschlussfest Reihe "Zauberhafte Märchenwelten"

Am 21.11.2019 fand an der Erich-Kästner-Grundschule in Heusweiler-Holz die Abschlussfeier des Projektes „Zauberhafte Märchenwelten“ statt. Eingeladen waren Eltern, Kinder und Erzieher/Erzieherinnen der Einrichtung. Es waren erfreulich viele Personen - insgesamt ca. 50 - dabei, davon 14 Eltern, ca. 35 Kinder (mit den Darstellerinnen) sowie vier Mitarbeiter der FGTS. Zu Beginn der Abschlussfeier stellte Agatha Lallemand, Vorstandsmitglied von Ramesch, den Verein sowie das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ vor, ebenso das Anliegen der Märchenreihe als interkulturelles, interaktives Projekt. Dann folgten die Aufführungen der Kinder, die mit vollem Einsatz und großer Spielfreude ihre einstudierten Märchenstücke als improvisiertes Musiktanztheater auf die Bühne brachten. Die Darstellerinnen erhielte viel Applaus, die Zuschauer genossen sichtlich die Vorstellungen. Die Eltern (und Erzieher) erhielten einen guten Einblick in das spielerisch erlernte ihrer Kinder und konnten sich von der Qualität der Arbeit überzeugen. Mit einem orientalischen Büffet - ausgerichtet von der FGTS - endete das Abschlussfest.

 

 

Die Reihe "Zauberhafte Märchenwelten" wurde von Agatha Lallemand, Vorstandsmitglied von Ramesch, entwickelt, die auch die Leitung des Projekts übernahm. Die Organisation erfolgte durch die Geschäftsstelle von Ramesch in enger Zusammenarbeit mit Frau Lallemand. Die einzelnen Workshops fanden von Mai bis November 2019 an der Erich-Kästner-Grundschule Heusweiler-Holz im Rahmen der Nachmittagsbetreuung statt. Das Projekt wurde gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!".

 

 

Türkland - ein Stück über das Fremdsein

Foto: Navid Linnemann

Gleich am Montag, den 18.11. beginnt unsere Kulturwoche im November mit der multimedialen Leseperformance Türkland des Schauspielerinnen-Duos Dilşad Budak-Sarıoğlu und Ilgıt Uçum im Theater im Viertel in Saarbrücken. Türkland ist ein Stück über das Auswandern und Nichtankommen mit starken autobiographischen Bezügen, erzählt als Lebensreflexion einer Frau an ihrem Hochzeitstag. Abwechselnd auf deutsch und türkisch (mit Übertiteln) erzählt sie von ihrem Aufwachsen als Kind sozialistischer Eltern, die nach dem "September-Putsch" von 1980 zunächst untertauchten, dann von Istanbul nach Paris flüchteten und schließlich in Velbert bei Wuppertal landeten, einer Kleinstadt mitten im deutschen Nirgendwo.

Mal heiter und komisch, manchmal traurig und schwermütig erinnert sich Dilşad an die ganz unterschiedlichen Stationen ihres bisherigen Lebens und die wiederkehrende Erfahrung der Fremdheit. Als Kind musste sie sich mit einer nicht nur kulturell völlig anderen Umwelt auseinandersetzen und erlebte den Schmerz der Diskriminierung und des Nicht-Dazugehörens. Auf der Suche nach der Heimat kehrte sie als Erwachsene schließlich Deutschland den Rücken und remigrierte nach Istanbul, um sich bewusst mit ihrer Vergangenheit auseinander zu setzen, ihre Identität zu finden und Verantwortung zu übernehmen. Doch auch hier fühlte sie sich anfangs nur fremd und im ewigen Dazwischen - bis sich die Deutschtürkin in einen Türkeitürken verliebte und erneut Welten aufeinander prallten. Türkland: Ein Stück über das Fremdsein und die Vielfalt.

Türkland entstand aus einer Kooperation der Kulturplattform Maviblau aus Berlin und Istanbul mit dem Istanbuler Theater Entropi Sahne und wurde seit 2017 bereits an zahlreichen Spielorten in Deutschland und der Türkei zur Aufführung gebracht. Durch eine Kooperation von Ramesch und der Friedrich-Ebert-Stiftung, Regionalbüro Rheinland-Pfalz/Saarland treten die beiden Schauspielerinnen nun erstmals in Saarbrücken auf. Der Beginn ist um 19:30 Uhr, der Eintritt ist frei.

Die Veranstaltungsreihe "Deshalb Europa! Visionen wagen" wird gefördert von der Stadt Saarbrücken, dem Regionalverband Saarbrücken, der Arbeit und Kultur Saarland GmbH, dem Sparkassenverband Saar und der Saarland-Sporttoto GmbH. Der Verein Ramesch - Forum für Interkulturelle Begegnung e.V. wird gefördert aus Mitteln des saarländischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie. Die Leseperformance Türkland wird außerdem unterstützt vom Integrationsbeirat der Landeshauptstadt Saarbrücken.

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Erzählcafe: Europa grenzenlos

Donnerstag, 07.11.2019

Jules-Verne/Jules-Wayne, Mainzer Str. 39, 66111 Saarbrücken

Podiumsgäste im Erzählcafe
Von links: Birgit Grandhomme, Jil Kalmes, Helmut Schug, Timo Stockhorst, Ursula Kimoto

Einfach so Europa erleben, ganz ohne Schlagbäume und Zollhäuschen? Überallhin reisen, studieren und arbeiten können? Das war nicht immer so! Im Erzählcafe "Europa grenzenlos" in der Jules-Verne-Bar in Saarbrücken wollen wir Europa aus der kleinen, der persönlichen Perspektive heraus entdecken, aus der Biographie aktiver, engagierter Menschen aus verschiedenen Generationen, die alle ihre ganz eigenen Grenz-Erfahrungen gemacht haben.

Während die etwas Älteren sich noch genau an die Öffnung der Schlagbäume in Europa erinnern und wissen, wie es vorher war, ist diese Offenheit der Grenzen für die Generation Erasmus ganz selbstverständlich und nicht mehr anders vorstellbar. Wer kann, der nutzt diese Freiheit auch ganz bewusst, nicht nur beim Reisen und Studieren, sondern auch beim politischen und ökologischen Engagement über die Grenzen hinweg. Diese neuen Perspektiven machen deutlich, wie viel tatsächlich bereits erreicht ist und welche Chancen und Herausforderungen heute bestehen.

Auftritt Manuel Sattler im Erzählcafe
Aufritt Manuel Sattler im Erzählcafe
Es erzählen: 
Timo Stockhorst, Junge Europäische Föderalisten (JEF)
Jil Kalmes, Fridays for Future Saarland
Birgit Grandhomme, EUROP'age Saar-Lor-Lux e.V. 
Ursula Kimoto, Ramesch e.V.
 
Moderation:
Helmut Schug, EUROP'age Saar-Lor-Lux e.V.

 

 
Um Anmeldung (E-Mail oder Telefon) wird gebeten. Die ersten 30 Gäste erhalten ein kostenloses Freigetränk! 

 

Das Erzählcafe Europa grenzenlos ist Teil der Veranstaltungsreihe "Deshalb Europa! Visionen wagen" von Ramesch, die von der Stadt Saarbrücken, dem Regionalverband Saarbrücken, der Arbeit und Kultur Saarland GmbH, dem Sparkassenverband Saar und der Saarland-Sporttoto GmbH gefördert wird. Das Erzählcafe wird außerdem unterstützt vom Integrationsbeirat der Landeshauptstadt Saarbrücken.