Termine im März 2020: 

 Termin  Fest

Sonntag,

1. März

BABA MARTA: An Baba Marta feiern Bulgaren den Frühlingsanfang. Nach altem Brauch werden Verwandten und Freunden dabei sogenannte Marteniza geschenkt, Schmuck aus roter und weißer Wolle, der an die Kleidung gesteckt wird, um dem Träger Gesundheit und Reichtum zu verschaffen. Diese sollen so lange getragen werden, bis man einen Storch sieht. Da es heute aber nicht mehr so viele Störche gibt, versteckt man sie unter einem Stein - wenn Ameisen darauf kriechen, wird es ein gutes Jahr.

Sonntag,

8. März

Internationaler Frauentag: Der Internationale Frauentag soll an die Errungenschaften zahlreicher Kämpferinnen für die Gleichberechtigung der Frau erinnern und deutlich machen, dass dieses Ziel noch immer nicht erreicht ist. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Frauen an Universitäten zugelassen, seit 1919 dürfen sie in Deutschland wählen. Noch immer werden Frauen in vielen Bereichen und Regionen benachteiligt, in manchen Ländern gilt ihr Leben als minderwertig und sie haben mit Gewalt und Bevormundung zu kämpfen.
Montag- Sonntag, 9.  -15. März  Woche der Brüderlichkeit: Seit 1952 dreht sich in der Woche der Brüderlichkeit alles um die christlich-jüdische Zusammenarbeit. Ein zentrales Thema ist jedes Jahr die Aufarbeitung der Judenverfolgung im Nationalsozialismus und das Zusammenleben von Christen und Juden in Europa. Hierzu gibt es viele Vorträge, Konzerte, Ausstellungen und Filmvorführungen.
Dienstag, 10. März Purim: Purim ist ein fröhliches Frühlingsfest, das an die Rettung der Juden in der persischen Diaspora erinnert. Der Überlieferung zufolge hatte ein Minister des persischen Königs beschlossen, alle Juden im ganzen Reich an einem einzigen Tag töten zu lassen. Nur durch den Einspruch der jüdischen Frau des Königs wurden sie verschont. An Purim finden bunte Umzüge statt, man spendet für die Armen und isst Haman-Taschen („Hamans Ohren“), dreieckige Mohnkuchen, die an den Bösewicht erinnern sollen.
Dienstag, 10.März Holi: Holi ist ein ausgelassenes, mehrtägiges indisches Frühlings- und Farbenfest, eine Feier des Siegs der Liebe über den Zorn, des Frühlings über den Winter. Es erinnert an die Geschichte der dämonischen Prinzessin Holika, deren Bruder Prinz Prahlada sich weigerte, den König als Gott zu ehren, da dies nur Vishnu selbst gebühre. In seinem Zorn versuchte der König ihn zu töten – doch ohne Erfolg. So ließ er ihn schließlich von Holika – selbst durch ihre magischen Kräfte vor dem Feuer geschützt - auf einen Scheiterhaufen zwingen, auf dass er in den Flammen sterbe. Doch durch Vishnus Eingreifen blieb Prahlada unversehrt und statt seiner verbrannte Holika.
Dienstag, 17. März

St. Patrick's Day: Zu Ehren des Schutzheiligen Irlands wird an seinem Todestag jährlich der St. Patrick‘s Day gefeiert. Der Überlieferung zufolge entkam er in seiner Jugend der Sklaverei und wurde daraufin christlicher Missionar. Als er mithilfe eines dreiblätrigen Kleeblats dem irischen König die christliche Vorstellung der Dreifaltigkeit Gotes nahebringen konnte, gab dieser seine Erlaubnis zur Verbreitung des Christentums im Land. Heute gibt es auch über Irland hinaus an diesem Tag viele in die Farbe Grün getauchte Straßenfeste und Paraden. Das Kleeblat als Wahrzeichen für Irland spielt dabei eine prominente Rolle.

Freitag,

20. März

Nowruz: Am 20. März feiern Schiiten und Bahá’í das Neujahrsfest und den Frühlingsanfang. Für die Bahá’í ist dies mit der Neujahrsfeier auch das Ende der 19-tägigen Fastenzeit und wird mit einem üppigen Mahl gefeiert. Auch die Aleviten feiern an diesem Tag den Beginn des Frühlings. Sie gedenken allerdings vor allem der Geburt des Heiligen Ali, der um 600 nach Christus in Mekka geboren wurde. Am Dienstagabend vor Nowruz wird ein Feuer entzündet und gemeinsam getanzt

Sonntag, 22.März

Nacht der Himmelreise: Die Nacht der Miʿrādsch ist eine der fünf heiligen Nächte im Islam. In dieser Nacht feiern Muslime die Himmelreise des Propheten, die mit seiner Reise von Mekka nach Jerusalem beginnt. Der Überlieferung zufolge traf Mohammed in Jerusalem auf Abraham, Moses und Jesus, und betete gemeinsam mit ihnen. An diesem Treffpunkt steht heute der prächtige Felsendom. Anschließend stieg er bis in den siebten Himmel auf um Got von Angesicht zu Angesicht zu schauen.

 

 

 

Im letzten Jahr haben wir erstmalig und mit möglichst einfachen Mitteln die Idee für einen interkulturellen Kalender im Taschenformat realisiert. Mit kleinen Sinnsprüchen zur Einstimmung in jede neue Woche und kurzen Beschreibungen der Festtage und heiligen Zeiten der großen Religionsgemeinschaften sowie bekannter kultureller Feste und politischer Gedenktage möchten wir allen Interessierten einen tragbaren und nützlichen Begleiter für das Jahr an die Hand geben.

Wir wünschen viel Vergnügen mit diesem kleinen Kalender und freuen uns über Rückmeldungen, Hinweise und Anregungen, wie wir eine neue Auflage mit weiteren interessanten Informationen versehen können. 

Der Kalender ist sowohl im gedruckten Format als auch online zum Herunterladen verfügbar. Die Online-Version finden Sie hier. 

 

 

 

     

Bitte kontaktieren Sie uns unter der Email-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder unter der Telefonnummer 0681-390 49 21, falls Sie eine der noch verfügbaren Kopien ergattern möchten!

 

→ Tipp: Interkulturellen Kalender hier als pdf herunterladen: Interkultureller Kalender 2020 (© Ramesch - Forum für Interkulturelle Begegnung e.V.) 

 

 Termin  Fest
Mittwoch, 01. Januar Neujahr:  Der Neujahrstag wird je nach Kultur und Religion an unterschiedlichen Tagen begangen. Orthodoxe Christen feiern am 14. Januar Vasilica, in Vietnam feiert man nach dem Mondkalender das Fest des Ersten Morgens (Tết), und Juden feiern das neue Jahr im Herbst mit dem Weltschöpfungstag Rosch ha-Schana. In vielen islamischen Ländern (z.B. bei den Schiiten) und bei den Bahá’i beginnt das Jahr mit Nowruz, das zur Tagundnachtgleiche im Frühling gefeiert wird. In Deutschland ist der Neujahrstag am 1. Januar traditionell ein Tag der guten Vorsätze.
Sonntag, 05. Januar Befana: In Italien fiegt nach einer alten Legende in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar die Hexe Befana umher und verteilt Geschenke an die Kinder. Auf der Suche nach dem Stern von Betlehem fliegt sie jedes Jahr von Haus zu Haus und steigt durch den Kamin, um den Kindern Geschenke zu bringen, in der Hoffnung, dass eines von ihnen vielleicht das Jesuskind ist. Die Kinder hängen für die Hexe ihre Strümpfe an den Kamin oder stellen ihre Schuhe vor die Tür.
Montag, 06. Januar Hl. 3. Könige, Epiphanias:  Am Fest der Heiligen Drei Könige gedenken Christen der drei Weisen Caspar, Melchior und Balthasar, die dem Stern über Betlehem folgten, um dem neugeborenen Jesus Geschenke zu bringen. Ministranten ziehen als Sternsinger gekleidet von Haus zu Haus und sammeln Spenden für Bedürftige. Mit Kreide schreiben sie die Jahreszahl sowie die Buchstaben C, M und B für den Segen Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus – an die Haustür.
Dienstag, 07. Januar Rozhdestvo Khristovo: Die russisch-orthodoxe und die serbisch-orthodoxe Kirche feiern das Weihnachtsfest nach altem julianischen Kalender am 6. und 7. Januar, also 13 Tage nach den übrigen Christen. An diesem Tag findet ein bis zu sechsstündiger Weihnachtsgottesdienst stat. Mit dem Weihnachtsfestessen schließt auch die traditionelle 40-tägige Fastenzeit ab, mit der die Gläubigen ihre Körper reinigen, um die Menschwerdung Christi feiern zu können.
Dienstag, 14. Januar Vasilica: russ. Neujahrsfest, wird auch von Roma gefeiert
Dienstag, 14. Januar bis Freitag, 17. Januar Pongal: Pongal ist ein mehrtägiges tamilisch-hinduistisches Erntedankfest zu Ehren der Sonnengöttin. Als Dank für die Zuckerrohrernte wird das traditionelle rituelle Gericht Pongal gekocht und gemeinsam verspeist. Man besucht den Tempel zum Gebet, trifft Freunde und Familie und beschenkt sich gegenseitig.
Mittwoch, 15. Januar Makar Sankranti: An Makar Sankranti feiern Hindus die Wintersonnenwende, das Ende des Winters. Viele Gläubige pilgern an diesem Tag zum Ganges, um zu beten und zu einer festgelegten Minute in das heilige Wasser einzutauchen. Alter Streit und Feindschaften sollen zu diesem Fest beigelegt werden.
Sonntag, 19. Januar Kreschenie/Theophanie: Am 19. Januar feiert die orthodoxe Kirche das Fest der Erscheinung Gottes und der Taufe Christi im Jordan, durch die die Schöpfung eine göttliche Weihe erfahren hat. Nach alter Tradition werden in Russland Löcher in Form eines Kreuzes in das Eis von Flüssen gehauen, und viele stellen sich an, um für einen kurzen Moment im eiskalten Wasser einzutauchen. Dem Glauben nach wäscht man sich so von Sünden frei.
Samstag, 25. Januar Tet-fest: vietnam. Neujahrsfest /Chinesisches Neujahrsfest
Montag, 27. Januar Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus: Am 27. Januar 1945 wurden die Vernichtungslager in Auschwitz und Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee befreit. Seit dem Jahr 2005 wird an diesem Tag in der ganzen Welt der Opfer der Shoah gedacht.