Friedensgebet

Arbeitskreis „Interreligiöser Dialog Saarbrücken“ 

23. Juni 2013, Zelt auf den Saarwiesen am Staatstheater, 15.00 Uhr

Unter dem Thema „Frieden unter den Religionen“ lud der Arbeitskreis Interreligiöser Dialog am 23.06.2013 zum gemeinsamen Friedensgebet in einem offenen Zelt auf den Saarwiesen ein. Um 15.00 Uhr begann das Gebet, das von Vertretern des Judentums, Christentums, Islams, Alevitentums, Buddhismus und der Baha’i-Gemeinde gemeinsam gestaltet wurde. Dazu eingeladen waren neben den zahlreich erschienenen Gästen selbstverständlich auch die Mitglieder des Arbeitskreises. Zu ihnen gehören VertreterInnen der verschiedenen Religions- und Glaubensgemeinschaften, Ramesch e.V., die Stadtratsfraktionen der CDU, SPD, DIE LINKE, Bündnis90/DIE GRÜNEN und die FDP, der Integrationsbeirat, das Zuwanderungs- und Integrationsbüro sowie die Landeshauptstadt Saarbrücken, vertreten durch den Dezernenten für Migration, Kajo Breuer. Den musikalischen Rahmen bildete das Duo Ambiente.

 

Frau Ulrike Heck, Vorstandsmitglied von Ramesch e.V.; begrüßte die anwesenden Gäste und die ReligionsvertreterInnen und sprach den Mitwirkenden ihren Dank aus. Im Anschluss an die Begrüßung trugen erstmals Jugendliche verschiedener Religionen ihre Bitten für ein friedvolles Miteinander vor. Es folgten dann die Gebete der einzelnen Religionsgemeinschaften. Die Reihenfolge der Gebete richtete sich nach der Entstehungszeit der beteiligten Religionen. 

 

Zuerst trug der Kantor der Synagogengemeinde Saar Verse aus Kohelet auf Hebräisch vor, welches von ihm anschließend ins Deutsche übersetzt wurde. Es folgte der Vertreter des Buddhistischen Zentrums mit den Vier uferlosen Einstellungen. 

 

Der Beitrag des Christentums wurde von den Vertretern der Katholischen und Evangelischen Kirche Saarbrücken als Zeichen des Friedens gemeinsam gestaltet. Sie lasen Verse aus Epheser 2 vor und trugen das Gedicht Utopie von Hanns-Dieter Hüsch und„Gottes Walten in der Geschichte“ von Dietrich Bonhoeffer vor.

 

Danach sprachen die Vertreter des Islams ihre Gebete. Der Vertreter der Türkisch-Islamischen Gemeinde, DITIB, las die Gebete Al-Fateha und Al-Baquarah aus dem Koran vor. Dieses Gebet wurde anschließend aus dem Arabischen in das Deutsche übersetzt. 

Außerdem wurde im diesem Jahr der Islam erstmals auch von AISA SaarLorLux e.V. (Internationaler Verein Sufi Alawiyya) vertreten, die neu in den Arbeitskreis Interreligiöser Dialog aufgenommen waren. Sie trugen den Brief des Propheten an die Bischöfe und Christen von Najran vor.

Im Anschluss hieran sprach der Vertreter der Alevitischen Gemeinde eine Fürbitte (Gülbeng).Zuletzt folgte das Gebet für die Einheit der Menschheit der Baha’i-Gemeinde. 

Nach den Beiträgen der einzelnen Religionsgemeinschaften sprachen alle Vertreter gemeinsam mit den Gästen das UNO–Friedensgebet. 

 

Für den Ausklang sorgten die Musiker Sergio Parra und Stefan Röhm von Duo Ambiente. Im Anschluss gab es noch ein gemütliches Beisammensein bei einem kleinen Imbiss und Getränken.