Klischee und Realität

Eine Veranstaltungsreihe im Rahmen des 20-jährigen Jubiläums

Vorwort  
Ikbal Berber, M.A.
Präsidentin von Ramesch e.V.

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde,

„Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom“
(Albert Einstein)
Und dennoch stellen wir uns der Herausforderung immer wieder von neuem: der Herausforderung bestehende Vorurteile und Klischees zu hinterfragen und hinterfragen zu lassen.

„Die Deutschen sind pünktlich, die Türken gastfreundlich, die Süd- und Mittelamerikaner tanzen Salsa und Tango, die Afrikaner trommeln, die Inderinnen tragen Sari, die Asiaten sind weise, ....“
Unendlich vielfältig sind die Bilder in unseren Köpfen: die Bilder über Menschen und Sachverhalte, die uns fremd sind oder fremd anmuten.

Es ist unmöglich, sich auf eigener Erfahrung basierende Urteile von der Umwelt zu bilden. Dazu würde ein Menschenleben nicht ausreichen. Wir sind also auf Erfahrungen anderer angewiesen. Die daraus resultierenden Vorstellungen können positiv, negativ, interessant oder nichtssagend sein. Sie entwickelt sich häufig zu Klischees, die durch Begegnungen  der Mitglieder unterschiedlicher Gruppen miteinander durch die konkrete Erfahrung verworfen, korrigiert, gepflegt oder verfestigt werden. Problematisch und gefährlich werden diese Klischees, wenn sie über das Vorurteil zu Diskriminierung von Personen, Gruppen oder gar von Mitgliedern anderer Kulturen führen. Dann entsteht Rassismus.

Mit der Veranstaltungsreihe 2011 möchten wir unser Augenmerk auf dieses Thema lenken und in Erinnerung rufen, dass keiner von uns völlig frei von Klischees ist. Wir wollen wissenschaftliche Untersuchungen zu diesem Thema vorstellen, bewusst machen, dass Klischees auch unter den Mitgliedern derselben Kultur hinsichtlich einzelner Gruppen vorhanden sind; Vorstellungen über Mitglieder anderer Kulturen bis zur Phobie reichen können und welche Klischees über Deutschland und Deutsche in den Köpfen der Menschen herrschten, bevor sie in unser Land eingereist sind. Wie gingen und gehen sie mit der Realität um? Inwieweit haben sich die Vorurteile gewandelt?

Wie Sie feststellen werden, gehen wir das Thema nicht nur bitterernst und wissenschaftlich an. Die wissenschaftlichen Veranstaltungen werden umrahmt von künstlerischen, satirischen und kabarettistischen Beiträgen.

Wir laden Sie herzlich ein, an unserem diesjährigen Programm teilzuhaben. Es erwarten Sie vielfältige Veranstaltungen, informativer, wissenschaftlicher und künstlerischer Art.

Wir danken besonders Frau Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerin für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport des Saarlandes, die die Schirmherrschaft für unsere Veranstaltungsreihe 2011 übernommen hat. Unser Dank gilt auch allen Mitveranstaltern und Sponsoren, ohne deren ideelle und finanzielle Unterstützung die Realisierung unseres Jahresprogramms nicht möglich wäre.