Wissenschaft, Wirtschaft, Migration

Vorwort der Präsidentin

Und es gibt sie doch!

Der öffentliche migrationspolitsche Diskurs ist noch immer stark an Defiziten in unterschiedlichen Lebensbereichen orientiert. Auch die im Januar veröffentlichte Studie „Ungenutzte Potentiale“ des Berlin-Instituts legt dort den Schwerpunkt. Wir sehen es nun als unsere Aufgabe an, verstärkt darauf hinzuweisen, dass es bereits zahlreiche Menschen mit Migrationshintergrund gibt, die in vielen Bereichen von Wissenschaft und Wirtschaft als erfolgreiche Unternehmer/innen, Berater/innen und Wissenschaftler/innen tätig sind und Anerkennung finden. So arbeiten multikulturelle Teams nachweislich besonders effizient und erzielen überdurchschnittliche Ergebnisse.

Mit der Veranstaltungsreihe „Wissenschaft, Wirtschaft, Migration“ möchten wir insbesondere unser Augenmerk gerade auf diese Menschen richten, eben auf diejenigen, die es trotz widriger Umstände geschafft haben, erfolgreich zu sein. Denn sie müssen meist einen ungleich höheren Arbeits- und Energieaufwand zur Erreichung ihrer Ziele auf sich nehmen als ihre Kolleginnen und Kollegen ohne Migrationshintergrund.

Außerdem möchten wir mit unseren Veranstaltungen Vorteile für Wirtschaft und Wissenschaft in Deutschland aufzeigen, die sich aus diesen sozialen und arbeitspolitischen Entwicklungen ergeben.

In Vorträgen und Gesprächsrunden mit namhaften Referentinnen und Referenten werden diese politischen, sozialen und ökonomischen Gesichtspunkte mit empirischen Studien untermauert. Parallel dazu stellen sich Personen mit Vorbildcharakter vor, die vor allem für junge Menschen Impulse setzen. Denn auch die jüngere Generation soll in ihrem Migrationshintergrund nicht nur ein Hemmnis, sondern auch eine Chance für besondere berufliche Perspektiven sehen. Die tatsächlich vorhandenen Probleme sollen dabei aber nicht übersehen werden.

Gemeinsam mit Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft, Politik und Gesellschaft möchten wir das Bewusstsein für diese Thematik schärfen und die sich daraus bietenden Chancen fördern und durch konkrete Darstellung von Integrationserfolgen zum selbstbewussten Handeln ermutigen.

Die Informationsveranstaltungen werden durch kulturelle Programme unterschiedlichster Art, wie Konzerte, Kabarett und Film ergänzt, die auf unterhaltsame Weise nicht nur Probleme der Migration thematisieren, sondern auch neue Entwicklungen in den Blick nehmen.

Wir danken besonders Herrn Rippel, Wirtschafts- und Wissenschaftsminister des Saarlandes, der die Schirmherrschaft für unsere Veranstaltungsreihe übernommen hat. Unser Dank gilt auch allen Mitveranstaltern und Sponsoren, ohne deren ideelle und finanzielle Unterstützung die Realisierung unseres Jahresprogramms 2009 nicht möglich wäre.

Ikbal Berber M.A.

Präsidentin Ramesch e.V.