Kunst, Migration, Identität

Grußwort der Vorsitzenden

Unsere Veranstaltungen hatten in den vergangenen Jahren immer die Situation der Migranten zum Thema. Es wurde analysiert, wie in den behandelten Gebieten die Gleichberechtigung und Integration der Zuwanderer gefördert
werden kann. Die Veranstaltungen wurden mit Musik, Aufführungen Darstellender Kunst und Ausstellungen begleitet. Alle mitwirkenden Künstler hatten Migrationshintergrund. Durch sie haben die Teilnehmer eine neue Form der Kunst erleben können. Eine Form, die einerseits vertraut und doch fremd zugleich war. Ohne großes Aufsehen, fast nebenbei, unauffällig und wie selbstverständlich entstand durch Menschen, die sich in mehreren Kulturen sicher fühlen, ein neuer Weg in der Kunst.

 

Ich denke nicht, dass diese künstlerischen Ausdrucksformen in der Kunst auf dem Weg der verzweifelten Suche des Künstlers nach seiner Identität zufällig entdeckt wurden. Vielmehr schöpfen diese Künstler ihre Energie und die Kraft zur Kreativität aus der Sicherheit, in mehreren Kulturen zu Hause zu sein. Durch Wertschätzung und Achtung ihrer Geschichte verbunden mit Respekt und Zuneigung dem Neuen gegenüber wird Raum für ungewöhnliche Ideen geschaffen.

Kann diese Kunst die Integration fördern und ist sie wirtschaftlich verwertbar? Diese Frage ist sicher mit ja zu beantworten. Aber bei der diesjährigen Veranstaltungsreihe von Ramesch Kunst, Migration, Identität steht nicht allein diese Frage im Vordergrund. Mit den folgenden Veranstaltungen wollen wir auf den Reichtum aufmerksam machen, den unsere Gesellschaft in der Kunstwelt durch Zuwanderung erfahren hat.

Wir freuen uns auf viele anspruchsvolle Veranstaltungen aus der Welt der
Kunst.

Ikbal Berber
Vorstandsvorsitzende Ramesch e.V.