Projekt "Interkulturelle Sensibilisierung und Förderung der Sprachkompetenz"

In unserer multikulturellen Gesellschaft leben Menschen zahlreicher unterschiedlicher Kulturen, Religionen und Ethnien. Deren verschiedene Lebensweise bringen oftmals Konflikte mit sich – meist aus Unwissenheit. Besonders in Zeiten wirtschaftlicher Spannungen und Konkurrenz dient eine andere Kultur oft als Rechtfertigung für Vorurteile, Diskriminierung und Ausgrenzung. von „Fremden“, was bis hin zu rassistischen Übergriffen und offener Gewalt reichen kann.

 

Um Vorurteilen und Ausländerfeindlichkeit vorzubeugen bzw., dass diese sich bei den Kindern erst gar nicht herausbilden können, möchte Ramesch e.V. möglichst frühzeitig mit der Friedenserziehung beginnen. Ein Weg dahin ist die umfassende, kindgerechte Information über andere Kulturen und Länder. So sollen Scheu und Ängste vor „Fremdem“ abgebaut und Verständnis und Interesse füreinander geweckt werden, damit der unvoreingenommene Umgang mit Menschen anderer Herkunft, Religion und Hautfarbe als selbstverständlich erachtet wird.

Ramesch führt deshalb von August 2009 bis Dezember 2009 im Rahmen des Bundesprojektes „Vielfalt tut gut“, dass vom Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und vom Regionalverband gefördert wird. Die Maßnahme „Interkulturelle Sensibilisierung & Förderung der Sprachkompetenz“ wird an fünf Grundschulen im Regionalverband Saarbrücken durch. In zehn Workshopeinheiten wird versucht, die Schüler an die Themen Antirassismus, Anerkennung und Akzeptanz des anderen und interkulturelles Lernen heranzuführen. Dabei wird darauf geachtet, die Kinder in spielerischer und kindgerechter Form mit der Thematik zu betrauen. Ziel ist es, eine Nachhaltigkeit sowohl bei den Kindern als auch bei den Pädagogen(innen) und Multiplikatoren(innen) wie beispielsweise den Eltern zu erreichen. Die Themen reichen von Landeskunde, Sitten und Bräuche, Weltreligionen bis hin zur Migrationsgeschichte. Zum Schluss haben die Kinder in einer Abschlussstunde die Gelegenheit ihre Eindrücke und das Gelernte vorzustellen.