Afrikanische Filmtage 2017
16-19.11.2018
Kino 8 1/2, Nauwieserstraße 19, 66111 Saarbrücken

Seit 2001 werden die Afrikanischen Filmtage jährlich von der Fachrichtung Romanistik/Interkulturelle Kommunikation, dem Frankreichzentrum der Universität des Saarlandes, dem Kino 8 ½ sowie dem xm:lab der HBKsaar und Haus Afrika e.V. organisiert und veranstaltet. Neben den genannten regionalen Akteuren und Institutionen ist Ramesch e.V. 2017 erstmals als weiterer Kooperationspartner an dem kulturell besonderen Festival beteiligt.
Bei dem im Saarland einzigartigen Filmfestival werden Werke jenseits des generischen Kinomainstreams gezeigt. Das in Europa noch stark unterrepräsentierte afrikanische Kino bekommt somit eine einmalige Gelegenheit, die Saarbrücker Kulturlandschaft um eine besondere interkulturelle Note zu bereichern.

Filmschaffende aus Subsahara-Afrika präsentierten vier Filme, die das zeitgenössische Kino aus dem Kontinent exemplarisch abbilden. Die Vielfalt des afrikanischen Kontinents spiegelt sich in den von der Filmkommission ausgewählten Filmen. Die aus verschiedenen Teilen Afrikas stammenden Filme behandeln Themen wie politische Korruption, Ausbeutung, die Bewältigung des Alltags in einer afrikanischen Großstadt sowie Widerstand gegen scheinbar übermächtige Herrscher.

Im Sinne eines Filmfestivals werden nicht nur bloß Filme auf die Leinwand gebannt, um diese unreflektiert zu konsumieren, sondern Filmschaffende und Darsteller treten mit dem Saarbrücker Publikum in einen Diskurs über mannigfaltige Themen.
Durch das Festival wird der interkulturelle Dialog zwischen Afrika und Europa und der Transfer zwischen Kulturschaffenden und Zivilgesellschaft gefördert.

Abgerundet wurden die 17. Afrikanischen Filmtage durch einen Vortragsabend mit anschließender Diskussion in der Stiftung Demokratie Saarland.
Herr Prof. Dr. Stefan Brüne (Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V.) referierte über die trennenden und die verbindenden Elemente der strategischen Ansätze der deutschen und französischen Afrikapolitik. Eingebettet in den neueren Diskurs der europäischen Verteidigungs- und Sicherheitspolitik, diskutierte Herr Prof. Dr. Brüne unter anderem die Voraussetzungen für ein gemeinsames Zusammenwirken deutscher und französischer Militärkräfte in Mali.

Gezeigt wurde der Eröffnungsfilm L’Orage Africain sowie die weiteren Werke Félicité, A Ilha dos Cães und Les Hommes d’argile.

Alle Filmabende waren sehr gut besucht und fanden starken Beifall. Die vielseitigen Einblicke in afrikanische Lebensrealitäten sorgten für lebhafte, interessante Diskussionen.