Vorwort

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde des Vereins,

ich darf Sie recht herzlich als neuer Vereinspräsident begrüßen.
Nach nunmehr zehn Jahren an der Spitze des Vereins, hat meine Vorgängerin im Amt Ikbal Berber nicht mehr kandidiert. Ebenso stand Klaus Backes für eine weitere Amtsperiode nicht mehr zur Verfügung. Vielen herzlichen Dank an beide für das Engagement und die wertvolle Unterstützung für den Verein.

Bei einem Verein wie dem unserem, der sich als Forum für interkulturelle Begegnung versteht und mittlerweile seit über 20 Jahren mit verschiedenen Projekten präsent ist, sich saarlandweit stets einmischt, wichtige Impulse gibt, gilt es natürlich die erfolgreiche Arbeit fortzuführen. Allerdings wird eine Prise neue Akzente in einer sich ständig verändernden Welt erforderlich sein. Dafür möchte ich mich und der gesamte Vorstand einsetzen. Wir hoffen weiterhin auf Ihre Unterstützung.

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde des Vereins,

Albert Einstein, Marlene Dietrich, Victor Hugo, Madeleine Korbel Albright und Henri Nestlé kennen fast jeder. Wenige wissen jedoch, dass sie Flüchtlinge waren.
Albert Einstein war ein deutscher Wissenschaftler. Trotz des Erfolges seiner wissenschaftlichen Theorien, wurden seine Bücher unter Hitler verbrannt. Er wurde als deutscher Jude des Landesverrates beschuldigt und musste in die USA fliehen. Madeleine Korbel Albright war von 1997 bis 2001 Außenministerin der USA und die erste Frau in diesem Amt. Sie ist in Prag geboren. 1948 gelang es ihrer Familie, nach dem kommunistischen Staatsstreich in der Tschechoslowakei politisches Asyl in den Vereinigten Staaten zu erhalten. Marlene Dietrich, eine gebürtige deutsche Schauspielerin und Sängerin – sie gilt als Hollywood- und Stilikone – ist eine der wenigen deutschsprachigen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts, die auch international Ruhm erlangte.  Ein Jahr vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges verlegte Dietrich ihren europäischen Hauptwohnsitz nach Paris, von wo aus sie begann, Flüchtlinge aus Deutschland und emigrierende Künstler aktiv und finanziell zu unterstützen.

Seit Ende des Zweiten Weltkrieges gab es nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) nicht mehr so viele Flüchtlinge wie in diesen Tagen. Weltweit sind mehr als 50 Millionen Menschen auf der Flucht. Viele von ihnen werden in ihren Herkunftsländern wegen ihrer Abstammung, ihrer Nationalität, ihrer Religion oder Weltanschauung verfolgt und misshandelt, ihre Angehörigen getötet. Für eine sichere, eine bessere Zukunft, nehmen viele Flüchtlinge extreme Risiken auf sich. Viele Flüchtende bezahlen dieses Wagnis mit ihrem Leben. Die Idee des Asylrechts bleibt hoch umstritten,  obwohl sie zutiefst menschlich ist. Auch wenn unsere Gesellschaft sich in einer besonderen Verantwortung sieht, den Menschen zu helfen, die heute Schutz und Zuflucht im Saarland suchen, dürfte die Frage nach den Gründen der Stimmungsmache erlaubt sein. Diese und weitere Fragestellungen wollen wir mit unserer diesjährigen Reihe beleuchten. Ich lade Sie ganz herzlich ein mitzumachen.

Was sagte noch Mahatma Gandhi? „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.“

In diesem Sinne uns allen guten Mut und viel Erfolg!!

Mohamed Maïga
Präsident