Gesprächsrunde

„Deutschland und seine Kultur(en) - Melting Pot, multikulturelles Mosaik oder doch deutsche Leitkultur?“
06.Oktober 2016, 18.30 Uhr
Stiftung Demokratie Saarland, Europaallee 18, 66111 Saarbrücken

In den letzten Jahrzehnten ist zunehmend sichtbar geworden, dass Deutschland de-facto ein Einwanderungsland verkörpert. Damit geht eine wachsende kulturelle Vielfalt der Bevölkerung im öffentlichen Raum einher. Die Geschichte von Migrationsbewegungen nach Deutschland reicht jedoch weit zurück. So haben zum Beispiel aus Frankreich geflüchtete Hugenotten im 17. Jahrhundert in Deutschland eine neue Heimat gefunden und ihre Spuren hinterlassen.

Konzert
"Beyond Borders Band"
Freitag, 23. September 2016, 20.00 Uhr

Stiftskirche St. Arnual, St. Arnualer Markt, 66119 Saarbrücken

Das Ensemble "Beyond Borders Band" widmet ihr musikalisches Schaffen der Verbindung der Klangwelten von arabischer Musik mit westlich-europäischer Musik. Diese Vereinigung findet Ausdruck in der musikalischen Interpretation von Freiheit und Verständigung. Vermeintliche Grenzen zu überwinden erfordert Mut, Kreativität und Offenheit für neue Gestaltung. Der gemeinsame Wunsch nach musikalischer Entgrenzung verbindet die fünf Musiker der Beyond Borders Band, die über kulturelle Barrieren hinausgehen und mit ihrer Musik die arabische und die westlich-europäische Welt verbinden. 

Film
„Almanya – Willkommen in Deutschland‟   (Deutschland 2011)
Donnerstag, 15. September 2016, 19.00 Uhr
Kino 8 ½, Nauwieserstraße 19, 66111 Saarbrücken

Die fesselnde Multi-Kulti-Komödie „Almanya - Willkommen in Deutschland‟ (Deutschland 2011) von Yasemin Şamdereli und Nesrin Şamdereli geht der Frage nach, wie das Leben verläuft, wenn man als 1.000.001 Gastarbeiter nach Deutschland kommt.
Der mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen prämierte Film erzählt mit viel Humor und Einfühlungsvermögen die Geschichte von Hüseyin Yilmaz und seiner Familie, die Mitte der 60er Jahre ihre Heimat Türkei verlassen, um als Gastarbeiter das deutsche Wirtschaftswunder zu unterstützen.

Der sehr persönliche Film beruht zum Teil auf der Familiengeschichte der Filmemacherinnen, die den Zuschauer auf berührende und höchst amüsante Weise teilhaben lassen an einer Welt zwischen Orient und Okzident, an einer großen kultur- und generationenübergreifenden Geschichte.

 

Open-Air Kino
„Monsieur Claude und seine Töchter‟ (Frankreich 2014)
09. Juni 2016, 21.00 Uhr
Innenhof im Filmhaus, Mainzer Straße 8, 66111 Saarbrücken (Bei schlechtem Wetter im großen Saal des Filmhauses) 

In der Culture-Clash-Komödie „Monsieur Claude und seine Töchter‟ (Frankreich 2014) von Philippe de Chauveron stehen Vorurteile über unbekannte Kulturen und Religionen des französischen Bürgertums im Zentrum des Geschehens. Der Kinohit, der in Frankreich mehr als 12 Millionen Menschen ins Kino locken konnte, wird bei einem Open-Air Kino im Innenhof des FIlmhauses auf einer großen Leinwand gezeigt.

Monsieur Claude und seine Frau Marie sind ein zufriedenes Ehepaar in der französischen Provinz und haben vier ziemlich schöne Töchter. Am glücklichsten sind sie, wenn die Familientraditionen genau so bleiben wie sie sind. Erst als sich drei ihrer Töchter mit einem Muslim, einem Juden und einem Chinesen verheiraten, geraten sie unter Anpassungsdruck. In die französische Lebensart weht der raue Wind der Globalisierung und jedes gemütliche Familienfest gerät zum interkulturellen Minenfeld. 

Erzählcafé
Von Kulturen erzählen...
Donnerstag, 02. Juni 2016, 18.30 Uhr

Festsaal im Rathaus St. Johann, Rathausplatz, 66111 Saarbrücken

Um den Blick für die kulturelle Vielfalt Deutschlands zu schärfen, berichten Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen über ihre alltäglichen Erfahrungen in Deutschland. Die Gäste erzählen von den Besonderheiten ihrer eigenen Kultur und auf welche Herausforderungen sie bei der Ausübung ihrer kulturellen Gepflogenheiten stoßen; sie erzählen auch davon, welche Traditionen der Deutschen gern übernommen werden oder auch davon, was eher seltsam anmutet und mit Erstaunen betrachtet wird.

Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingssituation ist das Erzählen über das Leben von in Deutschland lebenden Menschen aus unterschiedlichen Kulturen wichtiger denn je. Schließlich bringen die geflüchteten Menschen auch Kulturen mit, die der Bevölkerung in Deutschland nicht unbedingt geläufig sind. Daher ist es für eine gelungene Integration unabdingbar, sich differenziert mit den - für viele Menschen mehr oder weniger unbekannten - Kulturkreisen auseinanderzusetzen.

Vom Fremdsein und Beheimatetsein - Märchen im Spiegel verschiedener Kulturen Märchenstunde für Kinder ab 6 Jahren
Im Rahmen der Kinder- und Jugendbuchmesse
Samstag, 22. Mai 2016, 15.00 – 16.00 Uhr
Märchenzelt

Märchen sind universell und finden sich in allen Kulturen der Erde wieder. Als zeitlose Geschichten sind sie an keinen Ort gebunden und entfalten ihre Magie auf wundersame Weise, die Kinder und Erwachsene zugleich faszinieren. Untersuchungen zu Märchen der Welt zeigen, dass in verschiedenen Epochen Märchenwanderungen stattgefunden haben, weshalb sich Symbole und Motive in vielen Ländern ähneln. Sogar Märchen, die als deutsches Kulturgut gelten, gehen auf Überlieferungen aus anderen Kulturen zurück. Dies und einiges mehr erfährt ihr, wenn ihr den wunderbaren und eigenartigen Begebenheiten lauscht und euch in die Welt der Märchen entführen lässt.


Europäische Kinder- und Jugendbuchmesse mit Stand
Unter dem Motto: RESPEKT!
VHS Regionalverband Saarbrücken
Schlossplatz, 66119 Saarbrücken
Donnerstag, 19. Mai  – Sonntag, 22. Mai 2016
Donnerstag, Freitag 09.00 – 18.00 Uhr, Samstag, Sonntag 10.00 – 18.00 Uhr

Die jährlich stattfindende Europäische Kinder- und Jugendbuchmesse in Saarbrücken ist ein Höhepunkt des literarischen Jahres. Sie überzeugt insbesondere durch ihre Einmaligkeit und ihren grenzenlosen Charme. Die Messe präsentiert und informiert nicht nur ausführlich über Neuerscheinungen internationaler Verlage, sondern präsentiert auch aktuelle und innovative Trends auf dem deutschsprachigen und europäischen Jugendbuchmarkt. Die Messe ist besonders für Besucher geeignet, die persönliche Begegnungen mit den Autoren, Illustratoren und Comiczeichnern wünschen. Vielerlei Aktionen laden Groß und Klein zum Lesen, Hören, Sehen und Staunen ein.

Auftaktveranstaltung
Vortrag / Gesprächsrunde
„Deutschland - Heimat vieler Kulturen“
Wie verändert sich Deutschland durch die Einwanderung?
Donnerstag, 28. April 2016, 19.00 Uhr
Landtag des Saarlandes, Großer Saal

Franz-Josef-Röder-Straße 7, 66119 Saarbrücken

Die Migration von Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen ist kein Phänomen der modernen Zeit. In verschiedenen Epochen brachten Menschen aus anderen Regionen der Welt ihre Kultur, ihre Religion und ihre eigenen Erfahrungen mit. Auch Deutschland besitzt eine Geschichte der Migration. Erinnert sei an die Aufnahme der im 17. Jahrhundert aus Frankreich geflüchteten Hugenotten oder in der jüngeren Zeit an die Anwerbung der sogenannten Gastarbeiter, die in Deutschland eine Heimat fanden oder ganz aktuell an die Aufnahme von Flüchtlingen aus unterschiedlichen Herkunftsländern.

Schulprojekt
Unsere Vorfahren
August bis November 2016
"Wer waren sie - woher kamen sie - was haben sie mitgebracht?"

Zwischen Willkommenskultur und Ablehnung der Flüchtlinge schwankend, gilt es gerade bei jungen Menschen Verunsicherung und Ängsten vor dem Neuen, dem Fremden, entgegenzutreten. Wenn sich die junge Generation vor Augen führen kann, woher der Urgroßvater oder die Urgroßmutter einmal kamen, auf welchen Migrationshintergrund der eigene Familienname hinweist oder dass gar die Wurzeln eines so berühmten deutschen Dichters wie Goethe bis in die Türkei reichen, dann wird vielleicht aus dem vermeintlich Bedrohlichen etwas Vertrautes.

Vorwort

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde des Vereins,

„Die Annahme, jede Kultur sei homogen, ist ein großer Fehler. Einen ‚Kampf der Kulturen‘ zu konstatieren, ist ebenso ein großer Fehler.“

Diese Worte des indischen Nobelpreisträgers Amartya Sen erweisen sich angesichts der Brisanz der aktuellen politischen Lage als prophetisch. Sie verdeutlichen uns, welche Auswirkungen es hat, künstliche Gräben zwischen Menschen verschiedener Kulturen aufzuschütten und Grenzzäune zu errichten, die man glaubte, für immer gebannt zu haben. Es darf und kann nicht sein, politische und gesellschaftliche Kräfte zu nähren, die menschenfeindliche und ausgrenzende Politik betreiben anstatt auf integrative Kräfte zu setzen. Unser Anliegen mit unserer Veranstaltungsreihe „Deutschland Heimat vieler Kulturen“ ist es, die Angst vor Veränderung zu nehmen und nicht zu schüren. Deshalb möchten wir daran erinnern, dass Deutschland seit seines Bestehens Menschen aus unterschiedlichen Kulturen Heimat geboten hat und mit unserer diesjährigen Reihe die Diversität der in Deutschland beheimateten Kulturen ins Blickfeld rücken.