Vortrag/ Gesprächsrunde

Inklusion durch Schulverpflegung

Dienstag, 11. Juni 2013, 19.00 Uhr

Rathaus-Festsaal Saarbrücken

Das Buch „Inklusion durch Schulverpflegung“ der Autoren Johanna Elisabeth Giesekamp, Prof. Dr. Elisabeth Leicht-Eckardt und Thomas Nachtwey setzt sich mit dem Thema religiöser Anforderungen an die Schulverpflegung auseinander.
Es wird aufgezeigt, welche religiösen Speisevorschriften es in Christentum, Islam, Judentum, Buddhismus und Hinduismus gibt. Erläutert werden sie Auswirkungen der relevanten Vorschriften auf das Mittagessen in Schulen. Von besonderem Interesse war die Fragestellung, wie sich die religiösen Anforderungen mit den Gegebenheiten in den Schulen am besten verbinden lassen.
Als Ergebnis werden konkrete Empfehlungen für eine möglichst einfache praktische Umsetzung vorgestellt. Ergänzt wird der Band durch Checklisten und Speisepläne, die den Mitarbeitern in der Schulverpflegung Hilfestellung für die Umsetzung geben.

Referentin: Johanna-Elisabeth Giesenkamp ist Diplom-Ökotrophologin. Sie ist Mitarbeiterin des Projektes „Inklusion durch Schulverpflegung“ der Hochschule Osnabrück und beschäftigt sich seit 2011 intensiv mit dem Thema Speisevorschriften.

Konzert

Alla Turca Festival „Grenzgänger“

Kapiko - Ethnojazz aus Istanbul
Samstag, 17. August 2013, 20.00 Uhr

Alla Turca Kollektif - Bach in Istanbul
Sonntag, 18. August 2013, 17.00 Uhr

jeweils Johanneskirche Saarbrücken

„Orient und Okzident sind nicht mehr zu trennen“ wusste schon Dichterfürst Goethe. Dass uns tatsächlich mehr verbindet als trennt, konnten Hunderte saarländischer Konzertbesucher in den beiden letzten Jahren mit den vollständig ausverkauften Produktionen aus dem Themenkreis erfahren, wo sich türkische und europäische Musik nicht nur einander begegneten, sondern zu einer grenzenlosen Musik verwoben wurden.

Film

„Kebab Connection“
(TV Komödie / Deutschland 2005)
von Anno Saul mit Denis Moschitto und Nora Tschirner

im Rahmen der Interkulturellen Woche

Mittwoch, 25. September 2013, 19.00 Uhr
Filmhaus, Mainzerstraße 8, 66111 Saarbrücken

Der 21-jährige Ibrahim, kurz Ibo, ein kreativ-chaotischer Türke aus dem Hamburger Schanzenviertel, ist ein absoluter Bewunderer von Bruce Lee. Aus diesem Grund wünscht er sich nichts sehnlicher, als den ersten deutschen Kung Fu-Film zu drehen und dadurch in die Filmgeschichte einzugehen. Über einen Werbespot, den İbo für den Dönerladen seines Onkels Ahmet dreht, kommt er seinem Ziel näher. Doch dieser Werbespot „Für zwei Handvoll Döner“, der einem höchst professionellen Kung-Fu-Film gleicht, gefällt Onkel Ahmet zunächst absolut nicht. Das Kinopublikum hingegen reagiert begeistert und strömt fortan nach den Kinovorstellungen in Ahmets Dönerladen „King of Kebab“. Nun hat plötzlich auch Ahmet ein Faible für die Werbespots seines Neffen und Ibo sieht sich in Gedanken schon als künftigen Oscar-Preisträger.

Dokumentarfilm

„Hunger“
(Deutschland/Mauretanien/Kenia/Indien/Brasilien/Haiti 2010)
von Marcus Vetter

Mittwoch, 09. Oktober 2013, 19.00 Uhr

Kino 8 ½, Nauwieserstraße 19, 66111 Saarbrücken

Kino 8 ½
Ramesch – Forum für Interkulturelle Begegnung e.V.

Der 90-minütige Dokumentarfilm »Hunger« erzählt, wie Menschen, Gruppen und Organisationen darum ringen, eine der schlimmsten sozialen, politischen und ökonomischen Probleme unserer Tage zu lösen: den Hunger in der Welt. In fünf Ländern stellen Marcus Vetter (SWR) und Karin Steinberger (SZ) die Frage, wie Menschen mit dem Hunger leben, und warum so viele Konzepte der Entwicklungspolitik versagt haben. Von Haiti, wo die mittellosen Bauern mit den Zauberworten Freihandelspolitik und Strukturanpassung gelockt wurden, bis nach Kenia, wo ganze Landstriche seit Jahren von Lebensmittelhilfe abhängig sind. Marcus Vetter und Karin Steinberger suchen nach Ansätzen, wie sich die Entwicklungsländer aus der Umklammerung der Ersten – der reichen Welt – lösen können.
Marcus Vetter (Buch und Regie) hat für seine Dokumentationen bereits zahlreiche Preise (u. a. Deutscher Filmpreis, Grimmepreis) erhalten. Karin Steinberger (Autorin) ist Redakteurin der Süddeutschen Zeitung und wurde für ihre Reportagen mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Medienpreis für Menschenrechte.

Vortrag / Gesprächsrunde
Transnationale Beziehungen:
„Das Konsumverhalten und seine Auswirkung auf die Migrationsbewegungen“

Dienstag, 05. November 2013, 19.00 Uhr

Theater im Viertel (TIV)
Alte Feuerwache - Saarländisches Staatstheater -
Großherzog-Friedrich-Straße 40, 66111 Saarbrücken

Jedes Produkt hat seine eigene Geschichte. Doch viele Konsumenten sind unwissend hinsichtlich Herkunft und Geschichte der Güter, die sie tagtäglich konsumieren.
Durch die globale Wertschöpfungskette wurden Konsumenten von den Produzenten abgekoppelt. Das alltägliche Einkaufsverhalten ist jedoch eng verknüpft mit den Produktionsbedingungen des jeweiligen Produkts. Verschiedene Menschen, die sich noch nie in ihrem Leben gesehen haben oder dies auch nie tun werden, sind durch den Kauf eines einfachen Produkts, wie beispielsweise einer Tafel Schokolade, über ein fein austariertes System von Beziehungen miteinander verknüpft - nicht selten sogar über riesige Distanzen.
So werden fast 70% des globalen Kakaobedarfs in den Ländern Westafrikas produziert. Gleichzeitig gehört die Elfenbeinküste zu den ärmsten Ländern der Welt. Im Jahr 2010 befand sich 43% der Bevölkerung unterhalb der absoluten Armutsgrenze.