Erzählcafé
Im Rahmen der interkulturellen Wochen
Von Flucht und Vertreibung erzählen …
Donnerstag, 24. September 2015, 18.30 Uhr
U2 Raum (2. OG), Ufergasse 2
66111 Saarbrücken

Flucht und Vertreibung mit ihren Auswirkungen sind auch heute wieder sehr aktuell. Zur Sensibilisierung der Gesellschaft für diese Thematik können Zeitzeugen aus ihren persönlichen Erfahrungen einen wesentlichen Beitrag leisten und uns so den Blick öffnen für die gegenwärtige Flüchtlingsproblematik.

Ursula Kimoto, Stellvertretende Präsidentin von Ramesch e.V., Diplom-Sozialpädagogin und Sozialarbeiterin, Lehrerin im Ruhestand wird als Zeitzeugin von ihren Erlebnissen als Kind berichten, wie sie mit ihrer Familie im Rahmen der Evakuierungsmaßnahmen das Saarland verlassen musste.

Film
"BITTE BLEIB"
(Niederlande 2011), siegte beim Kinderfilmfestival Lucas
Mittwoch, 30. September 2014, 19.00 Uhr
Filmhaus, Mainzer Straße 8, 66111 Saarbrücken

Der "Film Bitte bleib!" (Niederlande 2011) thematisiert die Abschiebung. Er hat den Hauptpreis beim 35. Internationalen Kinderfilmfestival Lucas in Frankfurt am Main im Jahr 2012 gewonnen.

"Dem Regisseur ist es gelungen, aus dem ernsthaften Thema Abschiebung einen spannenden Kinderfilm zu machen. Man konnte trotzdem immer wieder lachen." So die Jury des Kinderfilmfestival Lucas im Jahr 2012.

Der Film erzählt die Geschichte eines kleinen Mädchens und dessen erfolgreichen Kampfes gegen die Abschiebung der Familie eines Schulfreundes in den Iran.

Vortrag / Gesprächsrunde
Flüchtlings- und Integrationspolitik der Saarländischen Landesregierung und die Lage der saarländischen Kommunen ,
Dienstag, 06. Oktober 2015, 18 - 20 Uhr
Stiftung Demokratie Saarland

Europaallee 18, 66111 Saarbrücken

„Die Politik muss anerkennen, dass Flüchtlinge auch langfristig in großer Zahl kommen und auf Dauer bleiben werden. Bund und Länder müssen die Kommunen in viel stärkerem Maße unterstützen“, so PRO ASYL.

Im Saarland hat sich in den letzten Monaten einiges in der Flüchtlings- und Asylpolitik geändert. Doch Konzepte, die den zügigen Auszug aus der Sammelunterkunft ermöglichen und Flüchtlingen erlauben, sich selbst zu versorgen, die Sprache zu erlernen und zu arbeiten, soll noch angegangen werden. Die Politik muss ein Aufnahme- und Integrationskonzept entwickeln und die rechtliche Ausgrenzung von Flüchtlingen beenden.

Film
Vol Spécial (Schweiz 2011)
Mittwoch, 28. Oktober 2015, 19.00 Uhr
Kino 8 ½, Nauwieserstraße 19, 66111 Saarbrücken

In der Schweiz gibt es 28 Abschiebeknäste für Ausländer, die sich ohne gültige Aufenthaltspapiere im Land aufhalten. Laut Gesetz kann ein Ausländer bis zu zwei Jahren in einem derartigen Abschiebegefängnis festgehalten werden, während dieser Zeit wird die Rückführung in die jeweiligen Ursprungsländer der betreffenden Personen vorbereitet.

 

Fernand Melgar hat nun während mehrerer Monate im Abschiebegefängnis Frambois beim Flughafen Genf gedreht und dabei den Alltag von sechs vorwiegend afrikanischen Abschiebegefangenen bis zum Tag ihrer Abschiebung dokumentiert. Dabei zeigt er eine seltsame Zwangsgemeinschaft, bei der man in gewissen Momenten gar zu vergessen droht, wie die Machtverhältnisse wirklich sind - bis der Moment der „Abreise" kommt.

Kabarett
„Der bewegte Muselmann“ mit Özgür Cebe
Freitag, 20. November 2015, 20.00 Uhr

Schlosskeller im Regionalverband Saarbrücken,
Schlossplatz, 66119 Saarbrücken

Wenn man schwarze Haare und schwarze Augen hat, tritt der Hintergrund ganz schnell in den Vordergrund. Egal, wo man geboren ist. Ostwestfalen gehört ganz bestimmt zu Deutschland, der Islam aber nur vielleicht. Eine sicherlich unfaire Gewichtung.

Wie findet man heraus aus dem genetischen Generalverdacht? Wie stellt man Vorurteile auf den Kopf? Da hilft nur eins: sich locker machen. Zum Beispiel durch einen Crashkurs „Türkisch für Deutsche“. Zumindest die international gefürchteten Umlaute „Ö“ und „Ü“ gehen uns problemlos über die Lippen. Da hat man prompt eine Gemeinsamkeit gefunden.