Podiumsdiskussion

„HATE SPEECH ·­FAKE-NEWS ·­HETZE …
EINE BEDROHUNG DER MEINUNGSFREIHEIT?“
Mittwoch, 23. Mai 2018, 18.00 Uhr
Villa Lessing, Lessingstraße 10, 66121 Saarbrücken

Am 23. Mai 2018 feiert das Grundgesetz den 69. Jahrestag seiner Verkündigung. Dies möchten wir zum Anlass nehmen und eines der bedeutendsten Grundrechte, Artikel 5, welcher das Recht auf freie Meinungsäußerung regelt, mit einer besonderen Veranstaltung würdigen.

Denn im digitalen Zeitalter scheint ein sachlicher Meinungsaustausch, insbesondere im digitalen Raum, kaum mehr möglich. Auf Facebook und in den Kommentarspalten unzähliger Medien überlagern Hasskommentare, Beleidigungen und Hetze eine objektive Diskussion. Wegen der vermuteten Anonymität im Netz enden Meinungsverschiedenheiten oft in einer Kaskade von Beleidigungen oder gipfeln gar in strafrechtlich relevanten Aussagen.

So weicht ein vom Inhalt bestimmter Meinungsaustausch einer digitalen Hetzjagd auf Personen, die nicht dieselbe Haltung vertreten wie die vermeintlichen Wortführer im Netz. Viele Verfasser beziehen sich dabei auf das Recht auf freie Meinungsäußerung und sind der Ansicht, dass dies ihre teils rechtswidrigen Aussagen abdeckt. Doch für den juristisch unversierten Bürger ist das Urteil darüber, ob eine Aussage noch unter Meinungsfreiheit fällt oder es sich um eine Rechtsverletzung handelt, kaum zu ermessen.

Fachtagung der Integrationsbeiräte des Saarlandes

EMPOWERMENT VON MIGRANT*INNEN:
ZUSAMMENHALT DURCH TEILHABE
Donnerstag, 07. Juni 2018, 18.00 Uhr
Festsaal im Rathaus St. Johann, Rathausplatz, 66111 Saarbrücken

Ein demokratisches System ist gefährdet, wenn ein Teil der Bevölkerung dauerhaft aus den demokratischen Gestaltungs- und Entscheidungsprozessen ausgeschlossen ist. Im Saarland ist diesbezüglich festzustellen, dass die Einflussnahme der Migrant*innen auf das kommunale Geschehen sich kaum entwickelt hat. Migrant*innen sind politisch eklatant unterrepräsentiert. Ausländer*innen aus Drittstaaten sind, abgesehen von der Möglichkeit einer Mitgliedschaft in den Integrationsbeiräten, von politischen Gestaltungsprozessen völlig ausgeschlossen.

Den Kommunen wurde Ende der 1980er Jahre bewusst, dass die Bedürfnisse und Probleme von Migrant*innen fast unberücksichtigt geblieben sind. Die Zugewanderten selbst hatten keine Möglichkeit, ihre Interessen zu artikulieren oder gar zu vertreten. So bildeten sie Ausländerbeiräte als Interessenvertretung, die mit der Novellierung des §50 KSVG in Integrationsbeiräte umgewandelt worden sind.

„PATCHWORK IN DER CITY - EIN TEPPICH DER VIELFALT“
Internationales & generationenübergreifendes Projekt von
und mit Annette Orlinski
Freitag, den 08. Juni 2018, 12.00 Uhr,
St. Johanner Markt | 66111 Saarbrücken

Das Projekt „Patchwork in der City – ein Teppich der Vielfalt“ der Künstlerin Annette Orlinski wird im Rahmen der Kampagne „PatchWorkCity. Zusammenleben in Vielfalt“ der Landeshauptstadt Saarbrücken veranstaltet. Für Ramesch e.V. ist es eine Freude, an diesem besonderen Projekt mitzuwirken.

Annette Orlinski arbeitet zwischen Februar und Mai mit allen interessierten Organisationen, Vereinen und Privatpersonen an einem überdimensionalen PatchWork-Teppich. Dieses Werk soll symbolisch für die Vielfalt der Stadt Saarbrücken stehen. Ziel ist es, möglichst viele Menschen dabei zusammenzubringen. Neben den künstlerischen Aspekten bietet die Mitwirkung allen Beteiligten die Chance zur offenen Kommunikation zwischen Kulturen, Religionen und Generationen, die nachhaltig erhalten bleiben soll.

Schulprojekt

KULTUREN SCHLAGEN BRÜCKEN

In einer Welt der Vielfalt und zunehmenden Singularität spielt die Bindungskraft der Gesellschaft eine nicht unbedeutende Rolle für das friedliche Zusammenleben der Menschen. Daher gilt es, bereits den Blick von Schülern und Schülerinnen für die gesellschaftliche Vielfalt zu schärfen und Solidarität als wesentliches Merkmal in unserer Gesellschaft, in der Zuwanderung zur Normalität geworden ist, zu erfahren. So dient die Betrachtung anderer Lebenswirklichkeiten und die Entdeckung fremder Welten der Akzeptanz von Heterogenität und Gleichwertigkeit unterschiedlicher (Sub-) Kulturen. Ebenso gehört der bewusste Umgang mit Vorurteilen, Diskriminierungen und Ausgrenzungen zur Basis interkulturellen Lernens in unserem Alltag.

„FASZINATION INDIEN –
EIN LAND VOLLER VIELFALT UND KONTRASTE“
Gymnasium am Schloss, Saarbrücken

In drei Achterklassen des Gymnasiums am Schloss in Saarbrücken steht der Vielvölkerstaat Indien mit seiner reichhaltigen Religions- und Kulturlandschaft sowie der Ökonomie in der Moderne im Zentrum interkulturellen Lernens. Angesichts der Fülle des Themas und der Vielzahl an Aspekten kann jedoch nur ein kurzer Überblick über das Land und exemplarisch jeweils ein Ausschnitt aus den gewählten Gebieten erfolgen.

Der erste Teil des Workshops richtet sich an die Musikklasse 8b und vermittelt das Thema klassischer Tanz und Religion im Vergleich zu Form und Inhalt des Bollywood Dance. Die Workshopleiterin stammt aus Südindien und wird den Schwerpunkt auf den Hinduismus legen. Andere wichtige Religionen wie Buddhismus, Jainaismus, Islamismus, Christentum etc. können nur gestreift werden. In Indien gehörten in der frühen Hochkultur Religion und Tanz zusammen, weshalb die Tänze hauptsächlich in den Tempeln aufgeführt wurden. Heute werden die klassischen Tänze im Wesentlichen außerhalb des Tempels gezeigt und nur von wenigen erlernt. Die SchülerInnen werden sich einen einfachen klassischen Tanz zu Ehren einer Göttin aneignen, bei dem auch die klassische Musik zum Tragen kommt. Über den Zusammenhang von Spiritualität, Bewegung und Musik werden sich die SchülerInnen eine neue Dimension erschließen und im Vergleich zum weltlichen Bollywood Dance den Unterschied zwischen Tradition und Moderne nachvollziehen und Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Lebenswelt erfahren.