Aktion

Ramesch unterstützt den Aufruf von Haus Afrika e.V. zu einer friedlichen Demonstration gegen Rassismus am Freitag, den 28.08.2020 vor dem CongressCentrum Saarbrücken. 

Vor heute genau 57 Jahren, am 28.08.1963, hielt Martin Luther King in Washington seine weltberühmt gewordene Rede unter dem Motto "I have a dream!". Heute, 57 Jahre später, müssen wir leider feststellen, dass der Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung auch im Saarland noch nicht gewonnen ist. Deshalb rufen wir zur Teilnahme an einer Kundgebung am 28.08.2020 zwischen 17.00 und 19.00 Uhr auf dem Vorplatz des CongressCentrum Saarbrücken auf.
 
Auf dem Programm stehen unter anderem eine Tanz-Choreografie gegen Rassismus mit Marco Akoube, Live Musik von Dédé Mazietele, Redebeiträge der Veranstalter und Unterstützer und vieles mehr.
 
Veranstalter der Demonstration sind Haus Afrika e.V., die Black Community Foundation, der Frauenverband Courage e.V., das Change Network, Burkimbi und Freunde e.V., der Think Tank Afrika e.V., Ramesch e.V., der Saarländische Integrationsrat (sir), der Integrationsbeirat Saarbrücken, Dédé Mazietele, New Normal e.V., Soleil de Guinée e.V. und die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD).
 
 

Online-Veranstaltung der Europäischen Akademie Otzenhausen am 27.08.2020 in Kooperation mit Ramesch e.V., dem IDA e.V. und dem Adolf-Bender-Zentrum

Die Online-Veranstaltung führt in das komplexe Thema "Rassismus" ein. Was ist Rassismus? Wie wirkt Rassismus? Wie bin ich selbst in rassistisches Denken, Wissen und Handeln verstrickt? Diese und weitere Fragen werden aus einer postkolonialen und rassismuskritischen Perspektive in den Blick genommen.

Im Allgemeinen lässt sich Rassismus als eine Diskriminierungsform beschreiben und gilt als Ausdruck gesellschaftlich manifestierter Machtverhältnisse, die auf kolonialen Herrschaftsverhältnissen beruhen. Menschen mit Rassismuserfahrungen wird der Zugang zu gesellschaftlichen Ressourcen u.a. aufgrund von Stereotypisierung und Ausgrenzung erschwert. Das hat mitunter Auswirkungen auf die Wahrnehmung von Chancen, auf Zukunftsperspektiven und auf das individuelle Zugehörigkeitsempfinden sowie die Identitätsentwicklung. Aber: Was geht mich das alles an?

Anmeldung: Erfolgt über die EAO, Teilnahme-Link hier

KontaktTimo Stockhorst

Beginn: 27.08.2020, 18 Uhr

 

7.6.2020: Gastredner Mohamed Maϊga bei Black lives matter in Saarbrücken 

Redner Mohamed Maiga
Foto: Christina Merziger

„Black lives matter“ (Das Leben der Schwarzen zählt) – unter diesem Motto der gleichnamigen Bewegung fanden am Wochenende deutschlandweit zahlreiche Kundgebungen gegen rassistisch motivierte Gewalt statt. Der Tod des Afroamerikaners George Floyd durch einen Polizisten am 25. Mai 2020 in Minneapolis hatte nicht nur in den USA, sondern weltweit Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus ausgelöst.

In Saarbrücken beteiligten sich an beiden Tagen insgesamt mehr als 3.300 Menschen und setzten ein Zeichen der Solidarität.

Organisiert hatte die Protestkundgebungen vor der Congresshalle (6.6.) und vor dem Staatstheater (7.6.) die Aktivistin Latifah Cengel und der Verein „Haus Afrika“.

Als Gastredner war Mohamed Maϊga, der Vorsitzende von Ramesch eingeladen. Da er selbst schon 'Racial Profiling', also Menschenrechts-widrige Personenkontrollen erfahren hatte, sind seine Beratungsangebote zum Thema 'Diskriminierung' sehr gefragt. Hier ein Auszug aus der Saarbrücker Zeitung vom 10.6.20:

Maïga: Es kommen immer mehr Ratsuchende. Viele wollen jedoch nur jemanden haben, der ihnen zuhört. Aktiv gegen die Diskriminierung vorzugehen, also etwa Dienstaufsichtsbeschwerde oder Strafanzeige zu stellen und vor Gericht zu ziehen, dass ist den Meisten einfach zu viel. Das ist nicht gut, denn das hat auch etwas mit mangelndem Vertrauen in die Strukturen des Staates zu tun.

Am Ende der einstündigen Kundgebung am Sonntag vor dem Staatstheater meldete sich Daniel Mintsa zu Wort. Der Student aus Gabun berichtete, dass er am frühen Sonntagmorgen an einer Bushaltestelle in Malstatt Opfer eines fremdenfeindlich motivierten Mordanschlags geworden war. Die Generalstaatsanwalt Saarbrücken ermittelt gegen einen 24jährigen Deutschen wegen versuchten Mordes.

Teilnehmer Kundgebung
Foto: Christina Merziger

 

 

 

„Haltung zeigen für mehr Menschlichkeit“

Etwa 150 Menschen fanden sich am Freitag, den 28.02.2020, zur Mahnwache für die Opfer der Anschläge von Hanau vor der Europa-Galerie in Saarbrücken ein. Für Ramesch waren dabei: Mohamed Maïga (oben, Zweiter von links) und Dr. Şennur Ağırbaşlı (oben, Erste von rechts). 

Es sprachen (u.a.): Marc Speicher (Zweiter von rechts, MdL), Peter Gillo (Zweiter von links, Regionalverbandsdirektor) und Barbara Meyer-Gluche (oben, Dritte von rechts, Bürgermeisterin von Saarbrücken).

 

Unser großer Dank gilt allen Organisationen und Personen, die spontan einen Beitrag zum Gelingen der Aktion geleistet haben:

  • Aktionsbündnis „Bunt statt Braun“
  • Alevitische Gemeinde Saarland e.V.
  • Bariş - Leben und lernen e.V.
  • Bürgermeisterin von Saarbrücken Barbara Meyer-Gluche
  • Die jungen Denker e.V.
  • DITIB Landesverband Saar e.V.
  • Evangelische Gemeinde Malstatt
  • Haus Afrika e.V.
  • Initiative „OMAS GEGEN RECHTS Saarland“
  • Integrationsbeirat der Stadt Saarbrücken
  • Integrationsbeirat der Stadt Saarlouis
  • Integrationsbeirat der Stadt Völklingen
  • Interreligiöser Dialog der Stadt Saarbrücken
  • Interreligiöser Dialog der Stadt Völklingen
  • Mitglied des Landtages Marc Speicher (CDU)
  • Regionalverbandspräsident Peter Gillo
  • Saarländischer Integrationsrat
  • Stabstelle Integration des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie
  • Stadtratsfraktionsmitglied Christine Jung (SPD)

 

Im Rahmen der Interkulturellen Wochen laden Ramesch e.V. und Mike Mathes ein zur Kunsfriedensaktion:
"Kunst verbindet - Tausend Augen"
 
14.00 - 17 Uhr in der Bahnhofstraße, 
vor Karstadt Saarbrücken
Der Eintritt ist frei 
Einfach mitmachen! Materialien werden zur Verfügung gestellt.
 

kunst verbindetEin freundlicher Blick. Ein motivierendes Wort. Eine kleine Hilfestellung beim Malen…

Das sind die ersten Dinge, die einem auffallen, wenn man dem Künstler Mike Mathes bei seiner Zusammenarbeit mit den Passanten zuschaut. Kinder, Jugendliche und Erwachsene finden sich ein, um gemeinsam einen Beitrag zu leisten bei einem Kunstprojekt, das schon 2003 das Licht der Welt erblickte. Seit dem Beginn des Irakkrieges setzt sich der Künstler mit seiner Aktion „Tausend Augen“ für ein friedliches Miteinander in der Welt ein – ein Herzenswunsch den er zeit seines Lebens fortsetzen möchte.

Dass diese Art der Kunstaktion immer noch schnell begeistert, merkt man direkt. Beim Erstellen eigener Motive oder dem Betrachten der Werke Anderer kommt man schnell ins Gespräch. Man fragt nach, erzählt, hört zu, man lacht. Die Kunst schafft in wenigen Augenblicken das, was im Alltag allzu oft nicht geschieht. Man nähert sich an und findet über das Gestalten einen Weg auch zueinander. So gab es in den kurzen drei Stunden der Kunstaktion viele Momente der Begegnungen und des Austausches, die noch länger nachhallen werden.

Wir von Ramesch e.V. sind froh, Mike Mathes als Kooperationspartner für den Auftakt der interkulturellen Woche 2018 der Landeshauptstadt Saarbrücken gewonnen zu haben. Die Mitarbeit und Akzeptanz der mitmachenden Teilnehmer bestärken uns in unserem Anliegen, aktiv für eine friedliche und „gleichwürdige“ Gesellschaft einzutreten.