Aktuell bei Ramesch im Programm:

Plakat Erzählcafe in der Jules-Verne-Bar in Saarbrücken

Erzählcafe im Jules Verne

07.11.2019 20:30 Uhr

Eintritt: frei
 
Plakat Türkland Theater im Viertel

Performance im TiV

18.11.2019 19:30 Uhr

Eintritt: frei
 
"Plakat Comedy Ghettolektuell

Comedy im Schlosskeller

22.11.2019 20 Uhr

Abendkasse: 15 € Vorverkauf: 12 €

Was bedeutet Ramesch?

„Ramesch“ ist ein persischer Begriff und bedeutet Musik und Heiterkeit, aber auch Ruhe.

 

Anliegen

Der gemeinnützige Verein Ramesch – Forum für Interkulturelle Begegnung e.V. wurde 1991 vor dem gesellschaftlichen Hintergrund zunehmender ausländerfeindlicher Tendenzen gegründet. Seitdem verfolgt Ramesch im Saarland aktiv die Förderung der Akzeptanz und Integration von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion und Kultur durch Begegnung und Kommunikation auf der Basis von Gleichwertigkeit aller Menschen sowie friedlichem und gleichberechtigtem Miteinander in unserer Gesellschaft. Gegenseitiges Interesse und Verständnis sollen Vorurteilen, Diskriminierung und Ausgrenzung entgegenwirken. Darum leistet Ramesch Aufklärungs-, Präventions- und Integrationsarbeit. Ramesch möchte darauf aufmerksam machen, dass die Fähigkeiten und Ideen der Menschen mit Migrationshintergrund die Gesellschaft bereichern und vielfältiger machen.

Was Menschen aus anderen Kulturkreisen denken und tun, wie sie leben und wie sie sich verhalten, erscheint vor dem Hintergrund der eigenen Kultur häufig fremd und unverständlich. Begegnungen mit der Vielfalt der Kulturen wecken mehr Verständnis füreinander. Je früher diese Begegnungen und der Austausch der Kulturen stattfinden, desto eher lassen sich Vorurteile abbauen bzw. von vornherein vermeiden sowie Rassismus und Gewalt entgegenwirken. Dies verstehen wir als Friedenserziehung, und deshalb steht das interkulturelle Lernen von Kindesbeinen an bei Ramesch an erster Stelle.

Neben der jährlichen Veranstaltungsreihe mit wechselndem Schwerpunktthema bieten wir Kindergärten, Schulen, Jugendhäusern und ähnlichen Einrichtungen sowie allen

  • Beratung zu den Themen Migration, Integration und
  • Interkulturelle Sensibilisierung und
  • Religionskunde/Interreligiöser
  • Workshops für Kinder und Jugendliche zu verschiedenen Kulturkreisen
  • Fortbildungen für Multiplikator/innen
  • Maßnahmen verschiedener Art zur Förderung der Sprachkompetenzen bei Kindern
  • Mitarbeit in verschiedenen Arbeitskreisen
  • Mediathek und Medienberatung

 

Engagement

Wir wollen sensibilisieren, vermitteln und Brücken bauen.

Wir fördern

  1. die Gleichwertigkeit der Kulturen und Religionen
  2. ein friedliches, gutnachbarliches Zusammenleben
  3. den gegenseitigen Kulturaustausch und den Abbau von Vorurteilen
  4. die Verbesserung der sozialen, gesellschaftlichen und politischen Rechte von MigrantInnen
  5. die wechselseitige Integration und Akzeptanz
  6. eine Motivation zu bürgerlichem Engagement, Mitbestimmung und Partizipation

Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein: Sie muss zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen.
Johann Wolfgang von Goethe

Wer wir sind

Der gemeinnützige Verein Ramesch Forum für Interkulturelle Begegnung wurde 1991 vor dem gesellschaftlichen Hintergrund zunehmender ausländerfeindlicher Tendenzen gegründet und bietet praxisorientierte Veranstaltungen und Informationen über die hier ansässigen Minderheiten aus anderen Kulturen.

Was wir wollen

  • Ramesch macht Kultur begreifbar, baut Vorurteile ab und verhindert deren Entstehen
  • Ramesch hält Augen und Ohren auf, hat das Ohr am Puls der Gesellschaft
  • Ramesch blickt kritisch und sachlich fundiert zurück und vor allem nach vorne
  • Ramesch kommentiert politische Entscheidungen und gesellschaftliche Vorgänge
  • Ramesch betreibt kein gesellschaftliches Versteckspiel
  • Ramesch zeigt Probleme auf – denn nur dann können Lösungen gefunden werden
  • Ramesch setzt sich ein für die Gleichberechtigung aller Menschen in Deutschland ein

Utopie

Wir wünschen uns eine Gesellschaft, in der Menschen jeglicher Herkunft miteinander in Frieden leben, sich respektieren und achten. Sollte das tatsächlich unmöglich sein?

 

Wir sagen: Es ist möglich.

Wir sagen nicht: Es ist einfach.

Ein Schulprojekt an der FGTS und Gemeinschaftsschule Sonnenhügel, Völklingen (Juni - Oktober 2018)

Gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie dem Regionalverband Saarbrücken im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben!

Das in drei Teile mit einem Umfang von jeweils 10 Stunden gegliederte Schulprojekt fand in der Zeit von Juni bis Oktober 2018 an der Gemeinschaftsschule Sonnenhügel in Völklingen statt. Es wurde von Agatha Lallemand, Vorstandsmitglied von Ramesch - Forum für interkulturelle Begegnung e.V., konzipiert und geleitet. Die Umsetzung erfolgte durch die Workshopleiter Shilpa Valia-Wendland, Nouri Jaafar und Miguel Bejarano Bolivar. Ausgehend vom Art. 3 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland verfolgten alle Workshops das Ziel, die sozio- und interkulturelle Offenheit der Schüler_innen zu fördern sowie das Bewusstsein für die Gleichwertigkeit aller Menschen zu schärfen. So wurden Schlüsselqualifikationen zum Umgang mit Stereotypen, Vorurteilen und Diskriminierung interaktiv vermittelt. Eine aktive Auseinandersetzung mit verschiedenen Wertvorstellungen war dabei unabdingbar. Darüber hinaus bot das Projekt den Schüler_innen viel Raum für Kreativität und interkulturelle Offenheit.

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Den ersten Teil des Projektes bildete der Workshop "Zusammenhalt in einer Welt voller Vielfalt und Individualität". Dieser richtete sich an 18 Schüler_innen der 5. und 6. Klasse (FGTS) mit sehr unterschiedlicher Herkunft. Workshopleiter war der aus Syrien stammende Künstler Nouri Jaafar. Zur Umsetzung der Ziele lag der Schwerpunkt der Vermittlung auf der bildnerischen Gestaltung. Der kreativ-spielerische Ansatz umfasste interessante Themen wie "Der Name - ein Gemälde aus individuellen Schriftzeichen", "Der Garten als Metapher für Vielfalt" oder "Die Welt lacht". Am Ende entstanden farbenfrohe "Weltbilder", die deutlich die Verbundenheit der Kinder nicht nur untereinander, sondern mit den Kindern der ganzen Welt zeigten und an die Gleichheit der Menschen erinnerten. Das zum Workshop gestaltete Plakat spiegelt in leuchtenden Farben treffend unser Anliegen von Offenheit und Vielfalt in der Gemeinschaft wieder. Der Workshop wurde von den Kindern begeistert aufgenommen. Sie erwarteten den Workshopleiter jedes Mal voller Freude und Ungeduld mit den Worten "Der Künstler kommt".

ShilpaDer zweite Workshop mit dem Titel "Ob Mann, ob Frau, ob schwarz, ob weiß: Was macht uns gleich?" fand in zwei Achterklassen mit je 28 Schüler_innen statt. Die Stundenzahl umfasste für beide Klassen jeweils 5 Unterrichtsstunden. Den Workshop leitete Shilpa Valia-Wendland aus Indien. Ziel war es, das Verständnis der Schüler_innen für Gleichheit und Gleichberechtigung aller Menschen zu wecken und zu stärken. Diskriminierungen und ihre Folgen zu erkennen sowie Benachteiligungen aufzudecken. Die Einbeziehung interaktiver Übungen in Anlehnung an Augusto Boals Theater der Unterdrückten erleichterte den Zugang zur theoretischen Ebene der Vermittlung. So konnten sich die Schüler_innen mühelos in die Problematik hineinversetzen und Lösungsansätze gegen Ungleichheit und Ausgrenzung finden. Einen Schwerpunkt bildete dabei der Umgang mit Geschlechterdifferenzierung und Identität, auch im Vergleich mit einem so vielfältigen Land wie Indien. Den Abschluss des Workshops bildete die gebastelte Friedenskette als Symbol gegen Unterdrückung und Gewalt.

MiguelAus den zwei Achterklassen entstand für den letzten Workshop "Spot an: Ich gehöre auch dazu!" eine eigene Gruppe aus 14 Schüler_innen, die von dem Schauspieler und Tänzer Miguel Bejarano Bolivar aus Kolumbien geleitet wurde. Die Gruppe beschäftigte sich an zwei Vormittagen über das Medium Tanztheater mit den Inhalten des Art. 3 GG. Somit diente der Workshop der Weiterführung und Vertiefung der Arbeit zum Gesamtthema: "Gemeinsam sind wir stark! Gegen Diskriminierung und Ausgrenzung". Mit den Elementen von Theatersport und Tanztheater erforschten die Schüler_innen kreativ die Bedeutung der Begriffe wie Stereotypen, Klischees, Vorurteile und Diskriminierung. So nahm die Körperarbeit einen breiten Raum ein, um die Schüler_innen für die Improvisationsarbeit vorzubereiten. Auch Stimmübungen gehörten zum Training. Am Ende wurden mit viel Spielfreude Szenen über Benachteiligungen im Alltag der Schüler_innen mit den Techniken des Fotoromans, des Werbespots und des Sketchs aufgeführt.

Das Projekt endete erfolgreich mit zwei festlichen Veranstaltungen mit vielseitigem Programm, das auch die besonderen Leistungen der Schüler_innen würdigte.

Unser Dank gilt allen Mitwirkenden; für die finanzielle Unterstützung bedanken wir uns bei Demokratie leben! und dem Regionalverband Saarbrücken, für die Umsetzung des Projekts bei den Workshopleitern, für die Mitarbeit bei der FGTS und Gemeinschaftsschule Sonnenhügel und bei den Schüler_innen für ihren großartigen Einsatz und ihr Engagement.

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Der gemeinnützige Verein Ramesch – Forum für Interkulturelle Begegnung e.V. wurde 1991 vor dem gesellschaftlichen Hintergrund zunehmender ausländerfeindlicher Tendenzen gegründet. Unser Ziel ist Förderung der Akzeptanz und Integration von Menschen unterschiedlichster Herkunft, Religion und Kultur. Begegnung und Kommunikation sollen das Bewusstsein für die Gleichwertigkeit aller Menschen schärfen; durch friedliches und respektvolles Miteinander sollen Vorurteile, Diskriminierung und Ausgrenzung abgebaut werden.

Was Menschen aus anderen Kulturkreisen denken und tun, wie sie leben und wie sie sich verhalten, erscheint vor dem Hintergrund der eigenen Kultur häufig fremd und unverständlich. Begegnungen und die aktive Auseinandersetzung mit anderen Kulturen führen aber zu gegenseitigem Verständnis.

Je früher diese Begegnungen und der Austausch der Kulturen stattfinden, desto eher lassen sich Vorurteile abbauen oder sogar von Beginn an vermeiden. Des Weiteren können wir so Rassismus und Gewalt entgegenwirken. Das interkulturelle Lernen von Kindesbeinen an steht daher bei Ramesch e.V. an erster Stelle. Unsere Arbeit verstehen wir als Friedenserziehung.

Die Ehrenamtlichen im Vorstand dieses Vereins blicken auf jahrelange erfahrungsreiche Arbeit in diesem Bereich zurück. Ihnen geht es nicht mehr darum, auf „das Fremde“ hinzuweisen, sondern um die Gesellschaft als Ganzes.

 

Der Vorstand:
Vorsitzender: Mohamed Maïga
Stellvertretende Vorsitzende: Ursula Kimoto
Schatzmeisterin: Dr. Şennur Ağırbaşlı

Schriftführerin: Christina Giannoulis
Beisitzerin: Agatha Lallemand
Beisitzerin: Christina Merziger


Geschäftsführung:
Alexander Kimoto
Markus Schreiner

Öffentlichkeitsarbeit:
Erika Maizi

Ehemalige Präsident_innen:
Ikbal Berber
Karl Lambert
Dr. Konrad Krajewski

Ehemalige Geschäftsführer_innen:
Liban Lallemand
Samira Gross
Dr. Soraya Moket
Asgar Abbaszadeh

 

Praktikantin: Lisa Breyer

Ehemalige Praktikanten (2018):
Abdulrahman Hammoud

Fachtagung der Integrationsbeiräte des Saarlandes

EMPOWERMENT VON MIGRANT*INNEN:
ZUSAMMENHALT DURCH TEILHABE
Donnerstag, 07. Juni 2018, 18.00 Uhr
Festsaal im Rathaus St. Johann, Rathausplatz, 66111 Saarbrücken

Ein demokratisches System ist gefährdet, wenn ein Teil der Bevölkerung dauerhaft aus den demokratischen Gestaltungs- und Entscheidungsprozessen ausgeschlossen ist. Im Saarland ist diesbezüglich festzustellen, dass die Einflussnahme der Migrant*innen auf das kommunale Geschehen sich kaum entwickelt hat. Migrant*innen sind politisch eklatant unterrepräsentiert. Ausländer*innen aus Drittstaaten sind, abgesehen von der Möglichkeit einer Mitgliedschaft in den Integrationsbeiräten, von politischen Gestaltungsprozessen völlig ausgeschlossen.

Den Kommunen wurde Ende der 1980er Jahre bewusst, dass die Bedürfnisse und Probleme von Migrant*innen fast unberücksichtigt geblieben sind. Die Zugewanderten selbst hatten keine Möglichkeit, ihre Interessen zu artikulieren oder gar zu vertreten. So bildeten sie Ausländerbeiräte als Interessenvertretung, die mit der Novellierung des §50 KSVG in Integrationsbeiräte umgewandelt worden sind.